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Ein Kalender aus dem Jahr 1999, eine Zeitung datiert auf den 3. April 1998, leere Dosen, zerbrochene Flaschen, Spielkarten auf dem Boden verstreut, ein paar Handschuhe, haufenweise leere Ordner, ein einzelner roter Knopf, verrostete Schrauben, hingeschmierte Graffitis, abgeblätterte Farbe und zerbrochenes Glas, überall. Von Staub bedeckt.



  1. "The Murder at the Vicarage" (dt. "Mord im Pfarrhaus") von Agatha Christie. Ich habe letzten Herbst - pünktlich zu ihrem 125. Geburtstag - zum ersten Mal zu einem Buch von ihr gegriffen ("And then there were none"/"Und dann gab's keines mehr") und war sofort total begeistert. Keine Ahnung, wie oder warum ich so lange einen Bogen um ihre Bücher machen konnte, wo ich doch schon immer gerne Krimis/Thriller gelesen habe! Seit dem hab ich auch noch den ersten Hercule Poirot Roman verschlungen und mit "The Murder at the Vicarage" nun auch Miss Marple kennengelernt. Was soll ich sagen? Agatha Christie's Schreibstil und Geschichten sind grandios und sie ist sicher nicht zu unrecht die "Queen of Crime". Ich liebe die kauzigen Charaktere, die sie geschaffen hat und werde sicher noch sehr sehr viel mehr von ihr lesen und sowohl Hercule Poirot als auch Miss Marple weiterverfolgen. 
  2. "Nora (Ein Puppenheim)" von Henrik Ibsen. Als ich letztes Jahr im Sommer in Norwegen war, war ich auch im Ibsen Museum und das, ohne vorher wirklich ein Bild von diesem Autor oder seinen Werken zu haben. Meine Neugierde wurde dort auf jeden Fall geweckt und seit dem hatte ich vor, etwas von ihm zu lesen. Meine Wahl fiel dabei eher willkürlich auf Nora, einem Drama über eine Frau, die von ihrem Mann eher als Puppe behandelt wird und ein Geheimnis vor ihm versteckt. Nachdem ich seit der Schule keine einziges Drama mehr gelesen habe (und es dort immer eher als lästige Pflicht und nicht als Freude empfunden habe), war ich tatsächlich erstaunt, wie viel Spaß es mir gemacht, mich doch mal wieder mit dieser Gattung auseinanderzusetzen. Ich fand, dass die Geschichte von Nora sehr geschickt erzählt war und ich mochte die Thematik und auch das Ende sehr. Ich habe auf jeden Fall vor, noch weitere Stücke von Ibsen zu lesen, denn Lust auf mehr hat "Nora" mir gemacht. 
  3. "Harry Potter and the Prisoner of Azkaban" (dt. "Harry Potter und der Gefangene von Askaban") von J.K. Rowling. Mal wieder. Ich hab's in einem früheren Lesemonat schon einmal erzählt: Der dritte Teil ist und bleibt einfach mein liebster aus der Reihe. Harry, Ron und Hermine, die langsam keine Kinder mehr sind. Lupin als Charakter, der so viel durchmachen musste und trotzdem oder gerade deshalb so nett und herzensgut ist. Die Dementoren und ihre symbolhafte Bedeutung. Die Karte des Rumtreibers und Tatze, Krone, Moony und Wurmschwanz. Hogsmeade mit Honigtopf und heulender Hütte. Das ganze Buch über diese düstere, bedrückende Stimmung, bis plötzlich alles in einem anderen Licht erscheint. Und am Ende die Gewissheit, dass von nun an alles ernster werden wird. Ich liebe alles an diesem Buch!
  4. "Harry Potter and the Philosopher's Stone - Illustrated" ("Harry Potter und der Stein der Weisen") von J.K. Rowling. Was habe ich mich gefreut, als ich mitbekommen habe, dass die Harry Potter Bände mit wunderschönen Illustrationen von Jim Kay veröffentlich werden sollen! So gerne ich es auch direkt am Erscheinungstag in den Händen gehalten hätte, habe ich mich dann doch bis Weihnachten geduldet, denn v.a. den erste Harry Potter Teil lese ich am liebsten an den Feiertagen. Ich hab mir dieses Mal sehr viel Zeit damit gelassen und alle Bilder minutenlang angestarrt und es deshalb erst im Januar beendet. Ich liebe den Zeichenstil, in den Bildern steckt so viel Liebe zum Detail und ich freue mich einfach schon riesig auf die nächsten Bände. 
  5. "The Book of Strange New Things" (bisher nicht übersetzt) von Michel Faber. Ich habe dieses Buch mehr aus einer Laune heraus in einer Buchhandlung aus einem Regal gezogen, weil ich das Cover so schön fand, hab mich dann damit hingesetzt und in die ersten Seiten reingelesen. Mir war relativ schnell klar, dass ich es einfach mitnehmen muss, weil mich der Schreibstil sofort begeistert hat und die Geschichte so interessant klang. Dieses Buch fällt wohl in das Gerne Science Fiction, legt den Fokus aber wirklich deutlich stärker auf die Charaktere und deren Entwicklung als auf wissenschaftlich/technologische Aspekte. Das ganze spielt in einer Zukunft, in der die Raumfahrt sehr viel weiter entwickelt ist und tatsächlich zumindest ein mehr oder weniger bewohnbarer und bevölkerter Planeten entdeckt wurde und kolonialisiert werden soll. Währenddessen entwickelt sich die Erde allerdings in eine sehr besorgniserregende Richtung. Protagonist der Geschichte ist Peter, ein Mann der sehr in seinem Glauben aufgeht und von einem Unternehmen auf diesen Planeten geschickt wird um die dort Einheimischen zu missionieren. Er befindet sich Galaxien von seiner Frau entfernt, wird mit einigen rätselhaften Umständen und Herausforderungen konfrontiert, stößt an die Grenzen seines Glaubens und auf die Frage, wie viel Entfernung eine Beziehung ertragen kann. Insgesamt ist diese Buch sehr ruhig, man erfährt also sehr viel über das Innenleben von Peter und bekommt nur wenig Action geboten. Außerdem ist Religion sicher eines der zentralen Themen dieses Buches und ich ich würde es niemandem empfehlen, der sich damit überhaupt nicht auseinandersetzen möchte. Für alle anderen kann ich aber eine Leseempfehlung aussprechen. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, auch wenn es etwas außerhalb meiner üblichen Komfortzone liegt. 
  6. "The Stand" (dt. "The Stand - Das letzte Gefecht") von Stephen King in der ungekürzten Ausgabe. Vor einigen Jahren hatte ich mal eine Stephen King Phase, an dieses Buch habe ich damals aber nicht herangetraut. Je nach Ausgabe (gekürzt oder ungekürzt) hat das nämlich schon mal 1100-1500 Seiten, in der deutsche Übersetzung sogar über 1700 Seiten. Somit steht es jetzt auf Platz 1 der längsten Bücher, die ich bisher gelesen habe und ich kann leider nicht behaupten, dass all die Seiten es wirklich wert gewesen wären. Ich mochte tatsächlich eigentlich nur den erste Teil der Geschichte, in der eine Epidemie um sich greift und den Großteil der Menschheit innerhalb kürzester Zeit dahinrafft. Während ich diesen Teil des Buches gelesene habe, hatte ich tatsächlich ein bisschen Bammel vor all den Menschen, die verschnupft und hustend durch die Gegend gelaufen sind, denn ein aggressiver, künstlich entwickelter Virus ist ein Katastrophenszenarium, dass ich als verhältnismäßig realistisch einstufen würde. Aber dann kam es recht bald zu einem Punkt in diesem Buch, an dem sich die Geschichte in eine komplett andere Richtung entwickelt hat, als ich es erwartet habe. Es kamen paranormale Elemente dazu und weil ich davon kein großer Fan bin, hat die Geschichte größtenteils mein Interesse und auch den Gruselfaktor für mich verloren. Ich hab das Buch abwechselnd auf dem Kindle gelesen und als Hörbuch gehört und gerade gegen Ende hin habe ich es teils auf 2,5-facher Geschwindigkeit abgespielt, einfach damit ich es schnellstmöglich fertig bekomme. Mein Fazit: Ich hatte falsche Erwartungen an "The Stand" und hätte ich mich vorher besser informiert, hätte ich (zumindest zu diesem Zeitpunkt) nicht zu diesem Buch gegriffen. Ich weiß, dass viele Stephen King Fans dieses Buch sogar als sein bestes empfinden, aber meinen Geschmack hat es leider nicht wirklich getroffen. 
  7. "The Girl on the Train" (dt. "Girl on the Train") von Paula Hawkins. Ich denke, ich muss nicht viel zum Inhalt dieses Buches erzählen - jeder, der gerne Thriller liest, ist an diesem Hype wahrscheinlich nicht vorbeigekommen und hatte es bestimmt auch schon mal in der Hand. Als es erschienen ist, wurde es ja immer wieder als "das nächste Gone Girl" angepriesen und weil ich von "Gone Girl" total begeistert war, war ich natürlich neugierig auf dieses Buch, auch wenn ich dem Vergleich eher skeptisch gegenüberstand. Eigentlich hatte ich mir zwar vorgenommen, noch eine Weile auf die kleinere Taschenbuchausgabe zu warten, aber dann wurde es mir so davon vorgeschwärmt, dass ich doch weich geworden bin und bereut habe ich es nicht. Ich fand, dass die Geschichte vor allen durch Rachel, die Hauptprotagonistin mit Alkoholproblem und lückenhaftem Gedächtnis, sehr spannend wurde und konnte das Buch auch nur schwer aus der Hand legen. Ich habe so ziemlich jeden mal verdächtigt, habe das Ende aber letztlich doch nicht kommen sehen. Meiner Meinung nach ist das Buch dem Hype darum gerecht geworden, man darf sich nur nicht zu sehr an den Vergleich mit "Gone Girl" klammern, denn sehr viel mehr Parallelen als eine weibliche Autorin und eher unzuverlässige Erzähler sehe ich da nicht. Ein spannender, rasanter Thriller ist es aber allemal. 
Was habt ihr im letzten Monat gelesen? Welche Bücher waren eure Tops und Flops der letzten Zeit?
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Ich trau's mich ja langsam gar nicht mehr zu sagen, aber ich bin mal wieder zurück und dieses Mal habe ich ein frisches Design und viele gute Vorsätze im Gepäck. Meinen letzten Blogeintrag habe ich vor einer gefühlten Ewigkeit verfasst und es fühlt sich im Moment noch ungewohnt an, hier wieder ein paar Zeilen zu schreiben, aber nach einem längerem Motivationstief hat mich die Sehnsucht doch wieder gepackt. In der Zwischenzeit habe ich immer mal wieder an meinen Blog gedacht, konnte mich aber nicht dazu aufraffen, einen veröffentlichungswürdigen Eintrag zu erstellen und ich habe mir Gedanken darüber gemacht, warum das so ist. Wohin mein Spaß am Bloggen mit den Jahren eigentlich verschwunden ist. Ein paar Punkte sind mir dabei immer wieder eingefallen und wahrscheinlich schreibe ich in den nächsten Tagen einen separaten Post dazu. Im Augenblick möchte ich nur sagen: Hallo, hier bin ich! Seid ihr noch da?

Außerdem möchte ich kurz erzählen, was ich für die Zukunft auf diesem Blog hier geplant habe. Ich habe definitiv vor, meine allmonatlichen Leserückblicke wieder fortzuführen und möchte allgemein mehr über Bücher schreiben. Ich liebe Bücher, ich verbringe viel zu viel Zeit mit lesen, gucke mir Bücherblogs und Bookstagram-Accounts an und ich möchte endlich richtig mitmischen und meinen Spaß daran mit euch teilen. Ich möchte auch wieder Rezepte veröffentlichen und mich dabei nicht mehr nur auf's Backen beschränken. Ich bin zwar keine Sterne-Köchin, aber ich werkle gerne in der Küche rum, probiere Neues aus und oft kommt sogar etwas leckeres dabei raus. Warum also nicht auch hier von meinen geglückten Experimenten berichten? Gleiches gilt übrigens für Do-it-yourself Vorhaben, auch da hab ich nämlich ein paar Projekte geplant. Ich "schulde" euch außerdem noch viele, viele Stationen vom letztjährigen Roadtrip (und andere Reisen/Ausflüge), um die ich mich wohl möglichst bald kümmern sollte, bevor ich alles vergessen habe. Alles in allem möchte ich gerne, dass mein Blog wieder persönlicher wird - ich möchte mehr über mein Leben und über Dinge schreiben, die mich beschäftigen und Erfahrungen mit euch austauschen. All die lieben, freundlichen und hilfreichen Gespräche, die ich hier schon mit vielen euch führen konnte hab ich nämlich wirklich vermisst!

PS: Wie gesagt ist mein Blogdesign noch ganz neu und es funktionieren bzw. existieren auch noch nicht alle Funktionen so, wie sie es sollen. An ein paar Baustellen werde ich in nächster Zeit noch arbeiten müssen, wundert euch also nicht darüber, dass bestimmte Dinge momentan noch nicht anklickbar sind. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ergebnis aber schon recht zufrieden und so ein bisschen frischer Wind bringt auch immer eine Ladung Motivation mit sich.