Lesemonat ⎨November 2014⎬

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  1. "The Well of Lost Plots" (dt. "Im Brunnen der Manuskripte") von Jasper Fforde. Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Band einer Reihe, weshalb ich zum Inhalt nicht allzu viel verraten kann und möchte. Ganz grob gesagt  geht es in den Büchern um die Literatur-Agentin Thursday Next, die in einem alternativen 1985 dafür sorgt, dass in der Welt der Bücher alles rechtens ist. Ich tue mich gerade recht schwer mit dem Versuch, euch ein kurze Beschreibung der Bücher zu liefern, weil ich nicht zu viel verraten möchte, da ich denke, dass man sich am besten möglichst unwissend in die Geschichte reinstürzen sollte. Die Welt, die Jasper Fforde hier geschaffen hat ist wirklich wunderbar fantasievoll, absurd und herrlich komisch. Dazu kommen noch zahlreiche Wortspiele (würde deshalb auch nach Möglichkeit dazu raten, die Originalversionen zu lesen!) und ganz viele Charaktere aus diversen Klassikern. Ich würde diese Reihe wirklich jedem empfehlen, der absurd-trockenen Humor mag, Literatur zu schätzen weiß und zumindest einen groben Überblick über die wichtigsten englischsprachigen Klassiker hat (andernfalls versteht man viele Witze und Anspielung wohl nicht). Ich für meinen Teil liebe diese Bücher und freue mich schon sehr darauf, bald den nächsten Teil zu lesen. 
  2. "The Great Gatsby" (dt. "Der große Gatsby") von F. Scott Fitzgerald. Endlich, endlich, endlich hab ich dieses Buch gelesen! Ich hatte das schon seit Jahren bei mir rumstehen, allerdings in einer anderen Edition, die ich persönlich ziemlich hässlich fand und die furchtbar klein und eng gedruckt war. Mein eigentliches Vorhaben war es ja, dieses Buch zu lesen, bevor der Kinofilm mit Leonardo DiCaprio anlief (der übrigens sehr empfehlenswert ist - ganz wunderbar besetzt, klasse Kulissen und Bilder und auch sehr nah am Buch, oft sogar mit exakt gleichem Wortlaut). Hab ich wohl knapp *hust* nicht geschafft. Es tat dem Spaß beim Lesen allerdings keinen Abbruch, den Film vorher schon gesehen zu haben. Ich mochte das Buch wirklich sehr und konnte mich für Fitzgeralds Schreibstil begeistern und habe direkt weitere Bücher von ihm zu meiner to-read-Liste hinzugefügt. Die Geschichte über Gatsby finde ich ganz wundervoll und die unterschiedlichen Charaktere sind toll konstruiert und sehr vielseitig. Ich finde zwar, dass keiner der Charaktere sonderlich sympathisch ist, mir persönlich ist es aber auch nicht wichtig, ob ich mich mit einer der Personen identifizieren kann oder nicht - das wollte ich nur mal erwähnen, weil ich weiß, dass es viele Leute gibt, die Bücher als schlecht empfinden, sobald sie die Charaktere nicht ausstehen können. Abgesehen davon finde ich, das hier wunderbar mit Symbolen gearbeitet wurde und die Gesellschaftskritik ist auch sehr treffend. Überhaupt gibt es in diesem Buch so unglaublich viele zitierwürdige Passagen. Ich denke, dass es definitiv lesenswert ist und sich seine Stellung als Klassiker mehr als verdient hat.
  3. "Pride and Prejudice" (dt. "Stolz und Vorurteil") von Jane Austen. Ich hab ja recht lange einen Bogen um Jane Austen gemacht, warum kann ich gar nicht so genau sagen - vielleicht so ein vager Gedanke, dass es sich dabei um ein typisches "Frauenbuch" handelt, was meistens nicht so mein Fall ist. Letztendlich hat sich dann aber doch die Neugier durchgesetzt, außerdem hab ich es mir selbst zum Ziel gesetzt, ein möglichst breites Spektrum an Klassikern zu kennen. Für "Pride and Prejudice" hab ich mich entschieden, weil es schlicht und ergreifend ihr bekanntestes Werk ist und damit auch den größten "literarischen Impact" hat. So wirklich überzeugt hat es mich aber leider nicht. Ich fand das Buch definitv nicht schlecht und ich kann auch nachvollziehen, warum viele Jane Austen mögen (ihre Ironie ist wirklich unterhaltsam), aber insgesamt hat mich das Buch einfach etwas gelangweilt und hat es nicht unter meine Lieblingsklassiker geschafft. So ganz aufgeben möchte ich die Autorin allerdings noch nicht und werde irgendwann sicher noch etwas anderes von ihr lesen. Momentan tendiere ich zu Northanger Abbey, weil sie darin wohl das Genre des Gothic auf die Schippe nehmen soll, was für mich ganz spannend klingt. 
  4. "Every Day" (dt. "Letztendlich sind wir dem Universum egal") von David Levithan. In diesem Buch geht es um einen Jugendlichen, der jeden Tag in einem anderen Körper aufwacht und versucht, die Leben derjenigen Personen für sie möglichst normal weiterzuführen. Bis er (genau genommen ist dieser Jugendliche allerdings geschlechtslos) sich in ein Mädchen verliebt, was seine Existenz (und damit auch die der Menschen, in deren Körper er für einen Tag steckt) schon ziemlich durcheinander wirft. Ich fand diese Idee sehr spannend und mochte das bisher einzige andere Buch, welches ich von diesem Autor gelesen habe ("Das Wörterbuch der Liebenden") sehr gerne, weshalb für mich schon beim Erscheinen feststand, dass ich das unbedingt irgendwann lesen möchte. Es wäre ein bisschen zu hart ausgedrückt, wenn ich sagen würde, dass ich davon enttäuscht war - es war wirklich unterhaltsam, der Ansatz war echt interessant, es hat sich wahnsinnig schnell lesen lassen und war auch nicht schlecht geschrieben - aber ich hätte mir einfach ein kleines bisschen mehr erwartet. Ich mochte die Liebesgeschichte leider nicht allzu sehr, die war für meinen Geschmack zu Insta-Love-lastig und die Lösung der ein oder anderen Situation hat sich der Autor  auch etwas zu leicht gemacht. Alles in allem: Kann man definitiv lesen, muss man aber nicht unbedingt. 
  5. "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón. In diese Buch geht es um Daniel Sempere, der von seinem Vater eines Nachts zum Friedhof der vergessenen Bücher mitgenommen wird. Dort darf er sich ein Buch aussuchen, er wählt "Der Schatten des Windes" von dem unbekannten Autor Julián Carax, liest es noch in der selben Nacht und ist absolut begeistert. Deshalb möchte er herausfinden, ob der Autor auch noch andere Werke herausgebracht hat und erfährt, dass er eines der letzten Exemplare besitzt, nachdem ein Unbekannter sämtliche Bücher Carax' verbrannt oder anderweitig zerstört hat. Man begleitet Daniel von seiner Kindheit bis ins Erwachsenenalter auf seiner Suche nach dem Grund dafür. Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Das Buch ist sehr verschachtelt aufgebaut und es dauert eine Weile, bis sich die ersten Handlungsfäden verbinden und man langsam erahnen kann, in welche Richtung das Ganze gehen soll. Ich hab die Geschichte als sehr gut durchdacht und geschickt erzählt empfunden und war bzw. bin ziemlich begeistert davon. Definitiv eine Empfehlung meinerseits an alle, die nicht von (leicht) historischen Romanen abgeneigt sind und mysteriöse Geschichten lieben.
Was habt ihr in letzter Zeit so gelesen? Waren irgendwelche Highlights dabei?
Und an alle Austen-Leser: Welches ist euer Lieblingsbuch der Autorin?

Kommentare :

  1. Mit "Every Day" hatte ich ähnliche Probleme. Ich fand die geschlechtslose Hauptfigur total toll und auch, dass damit demonstriert wurde, dass Liebe unabhängig vom Geschlecht existieren kann, es gleichzeitig aber auch für viele schwer akzeptabel ist, weil wir alle in so einer heteronormativen Gesellschaft aufwachsen. Mit dem Tempo der Liebesgeschichte usw. war ich aber auch eher unzufrieden. Es soll ja davon noch ein zweiter Teil rauskommen, in dem es um Rhiannon geht, soweit ich weiß?
    Von David Levithan kann ich dir "Love Is The Higher Law" nur empfehlen, das ist ein relativ dünnes Büchlein, bei dem es um den 11. September in New York geht. Mein persönliches Lieblingsbuch von ihm, ganz wunderbar und sehr emotional, ohne dabei zu übertrieben zu sein, fand ich. Vielleicht bringt dich das dem Autor ja wieder ein Stückchen näher ;)

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  2. Toller Post :)
    Ich lese momentan "Erlöst", den 12. Band der House of Night Serie <3

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