Momentan fehlt es mir leider mal wieder an allen Ecken und Enden an Zeit, weshalb dieser Blog gerade etwas auf der Strecke bleibt. Ich befinde mich aktuell mitten im Umzugsstress, das Abgabedatum für eine Arbeit für die Uni rückt immer näher und insgesamt hab ich momentan ziemlich viel um die Ohren. Ich will mich jetzt auch gar nicht großartig für meine Abwesenheit rechtfertigen, sondern nur kurz mitteilen, dass es hier zur Zeit nicht grundlos so still ist und dass es auf diesem Blog aber auf jeden Fall wieder weitergehen wird, sobald wieder etwas mehr Ruhe in mein Leben eingekehrt ist. Nur damit sich keiner wundert ;)
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Ich hasse es, wenn mir Menschen über den Weg laufen, während ich gerade dabei bin, Fotos von mir selbst zu machen. Ich mach generell nicht so gern Fotos von mir selbst, aber wenn sonst mal wieder niemand für mich modeln will und mich eine Idee einfach nicht mehr loslässt, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als mit meinem Stativ und meinem Fernauslöser loszuziehen. Ich war eine Weile unterwegs, bis ich ein schönes Fleckchen Wald gefunden habe, in das relativ viel Licht fiel und ein paar kleine Tannen (oder was auch immer es für Nadelbäume waren) wuchsen. Blöderweise haben nicht allzu weit entfernt davon ein paar Waldarbeiter gearbeitet und ich hab ständig gehofft, dass sie mich nicht entdecken. Ich kam mir nämlich schon recht affig vor, wie ich so mit Zweigen im Haar und knallroten Lippen zwischen den Ästen gekauert bin. Es hat auch gar nicht lange gedauert, bis ich Besuch bekommen habe - allerdings nicht von Menschen, sondern von einem Eichhörnchen. Es saß dann eine ganze Weile auf seinem Baum, hat mich beobachten und dabei rumgequiekt. War anfangs ganz süß, irgendwann hat's mich aber etwas irritiert. Erst als ich es fotografieren wollte, ist es natürlich ganz fix abgehauen :/
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Ich hatte heuer das Glück, ein Feld mit schönen, großen Strohballen direkt hinter dem Haus und eine kleine Cousine mit Lust auf Fotos im Haus zu haben. Das musste natürlich genutzt werden, auch wenn sich die Abendsonne an diesem Tag hinter dicken, grauen Wolken versteckt hat. Leider keine "golden hour" also. 
Ich habe ja insgeheim gehofft, dass die Ballen ein oder zwei Tage liegen bleiben, damit ich das Ganze eventuell noch einmal mit besserem Licht wiederholen kann, aber rückblickend war es eine gute Entscheidung, nicht lange zu fackeln, denn schon eine Stunde nachdem wir diese Fotos gemacht haben, wurden sie abtransportiert. 
Und die Moral dieser Geschichte: Auch wenn die Sonne mal nicht im richtigen Moment zur Stelle ist, kann man zum Glück immer noch mit Photoshop nachhelfen ;)