Junibücher

Der Juni war bei mir ziemlich vollgepackt mit Prüfungen, weshalb mir sowohl die Zeit, als auch ein Stückchen die Lust gefehlt hat, neben all dem Unikram auch noch privat viel zu lesen. Erschwerend kommt hinzu, dass ich ausgerechnet zu zwei dicken 700+ Seiten Exemplaren gegriffen habe . Nicht, dass ich das bereuen würde, aber entsprechend klein fällt deshalb der Stapel an gelesenen Büchern für diesen Monat natürlich aus.

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  1. "Ready Player One" (dt. Titel ebenfalls "Ready Player One") von Earnest Cline. Dabei handelt es sich um ein dystopisches Science-Fiction-Buch, das im Jahre 2044 spielt und eine schöne Prise Humor und "Geekigkeit" enthält, was mich wunderbar unterhalten konnte, auch wenn ich mich selbst wirklich so überhaupt nicht als Fan von Computerspielen bezeichnen könnte. Die reale Welt ist hier nämlich ziemlich am Ende, es herrscht Armut und Kriminalität und um diesen unschönen Umständen zu entkommen, kann man sich in die Simulation OASIS flüchten, Quests erledigen, dort zur Schule gehen etc.. Das Leben spielt sich also überwiegend online ab. Noch dazu hat der verstorbene Schöpfer dieser Welt eine Art Schatzsuche eingebaut, die denjenigen, der es schafft, alle Rätsel und Aufgaben zu lösen, unwahrscheinlich reich macht. Ich mochte die Welt, die hier geschaffen wurde, die sublime Botschaft und den Humor. Das Buch war relativ kurzweilig und hat mit insgesamt wirklich Spaß gemacht, ich würd's also weiterempfehlen. 
  2. "Letzte Nacht in Twisted River" von John Irving. Von diesem Autor wollte ich eigentlich schon seit langem mal was lesen und hab dieses Vorhaben jetzt tatsächlich auch endlich mal in die Tat umgesetzt. Ich bin mir auch sehr sicher, dass dieses Buch nicht das Letzte gewesen sein wird. Ich mochte seinen Schreibstil wirklich unheimlich gerne und die Geschichte hatte einfach etwas besonderes, was mich wirklich fesseln konnte, obwohl das Buch insgesamt sehr ruhig und recht nüchtern gehalten ist. Irgendwie hat's mich fasziniert, wie Irving es geschafft hat, diesen anfangs etwas absurd erscheinenden Plot dann doch so stimmig aufzulösen. Das Ende fand ich nämlich richtig gelungen. Definitiv eine Empfehlung meinerseits, wenn man sich nicht von der Dicke abschrecken lässt. 
  3. "Mister Aufziehvogel" von Haruki Murakami. Das war jetzt das fünfte Buch, das ich von ihm gelesen habe und mittlerweile hab ich mich an seinen Stil wirklich gewöhnt. Der weicht von westlicher Literatur teilweise nämlich schon ziemlich stark ab. Ansonsten bin ich bei dem Buch etwas zwiegespalten, so richtig fesseln konnte es mich inhaltlich nämlich leider nicht durchgehend. Ich mochte den Grundgedanken der Geschichte des Protagonisten und die Art und Weise, wie die Geschichten anderer Nebencharaktere mit eingewoben wurden, aber insgesamt hat sich das Buch dann doch ziemlich gezogen. Ein paar Seiten weniger hätten da womöglich nicht geschadet (dabei bin ich sonst immer lieber dafür, alles etwas ausführlicher zu beschreiben und zu erklären, weil ich es nicht mag, wenn jede Seite von oben bis unten actiongeladen ist). Außerdem habe ich einen richtigen Höhepunkt etwas vermisst. Alles in allem war das Buch nicht schlecht, aber es ist nicht auf Platz 1 meiner Murakami-Liste. 
  4. "Under the Never Sky" (dt. "Gebannt - Unter fremdem Himmel") von Veronica Rossi. Ich muss leider dazu sagen, dass ich das Buch nach ziemlich genau der Hälfte abgebrochen habe (was ich echt selten mache) und ich deshalb vielleicht nicht in der Lage bin, es wirklich zu bewerten. Aber mich haben die Personen richtig genervt, ich fand die Handlung nicht wirklich packend oder interessant und dann kam irgendwann der Punkt, an dem noch eine Sache aufgedeckt wurde, die mir einfach zu doof war. Ich hab's dann zur Seite gelegt und hatte seitdem keine Minute das Bedürfnis, weiterzulesen. Wobei ich mir schon gut vorstellen kann, dass es Leuten, die Young Adult Dystopien gerne lesen, gefallen wird - die Bewertungen bei Goodreads sprechen auf jeden Fall dafür -  aber meinen Geschmack hat es einfach nicht getroffen.

1 Kommentar :

  1. Den Murakami habe ich auch mal angefangen, konnte ihn aber nicht zuende lesen. Ich fand ihn einfach viel zu grausam. Das war der Moment, in dem ich mir sowas wie einen FSK für Bücher geschwünscht hätte, damit ich gewarnt gewesen wäre. Die eigentliche Geschichte fand ich eigentlich ziemlich spannend, aber es hat auch nichts gebracht, die Kriegskapitel zu überspringen. Jetzt hat mein Freund sich angeboten, das Buch für mich zu lesen, damit er mir erzählen kann, wie's ausgeht. ;)

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