Julibücher

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  1. "A Monster Calls" (dt. "Sieben Minuten nach Mitternacht") von Patrick Ness. Dieses Buch erzählt die Geschichte des jungen Conor, dessen Mutter schon seit einiger Zeit gegen ihre Krebserkrankung kämpft. Verständlicherweise plagen ihn schreckliche Verlustängste, er wird regelmäßig von Albträumen heimgesucht und ist mit der Situation restlos überfordert - wer wäre das schon nicht? Doch dann kommt ihn eines Nachts ein uraltes Monster besuchen und er muss sich seinen größten Ängsten stellen. Ich kann dieses Buch wirklich wärmstens weiterempfehlen, denn es behandelt dieses schwierige Thema "Verlust", das ja wirklich jeden immer mal wieder betrifft, auf eine wundervolle, einzigartige Art und Weise. Es war wunderschön geschrieben, Conor ist ein sehr liebenswerter, facettenreicher Charakter und insgesamt hat mich diese Geschichte sehr berührt (einige Tränen konnte ich einfach nicht zurückhalten). Ich bereue allerdings etwas, dass ich zu dieser Edition des Buches gegriffen habe (auch wenn mir dieses Cover am besten gefallen hat), denn diese hier ist leider ohne Illustrationen. In der deutschen Übersetzung und in den meisten englischsprachigen Auflagen sind die allerdings enthaten. Solltet ihr euch also für das Buch interessieren, lohnt es sich, darauf zu achten. 
  2. "The Cuckoo's Calling" (dt. "Der Ruf des Kuckucks") von Robert Galbraith aka J.K.Rowling. Ich vergöttere die Harry Potter Bücher, ich fand "The Casual Vacancy" richtig gut, natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis ich Frau Rowlings Krimi-Debut zur Hand nehme. Ich denke, zum Inhalt muss ich nicht allzu viel sagen: Eine junge Frau ist gestorben, die Polizei geht von Selbstmord aus, der Bruder der Toten glaubt nicht daran und beauftragt den Privatdetektiv Comoran Strike. Man kennt solche Schemen ja. Ein bisschen schade fand ich, dass Comoran schon ziemlich meiner Klischeevorstellung eines ziemlich abgefuckten Ermittlers, wie man sie sooo oft hauptsächlich in skandinavischen Thrillern/Krimis vorfindet, entsprach. Ich weiß nicht, warum Protagonisten dieses Berufsstandes nie ein halbwegs glückliches Leben führen dürfen? Dafür war das Buch wie erwartet sehr gut geschrieben und die Auflösung des Falls hab ich auch nicht unbedingt so geahnt. Das Buch hat mich nicht total vom Hocker gerissen, aber es war durchaus ein sehr solider Krimi und ich werde die Reihe um Comoran Strike sicherlich weiterverfolgen. 
  3. "Coraline" (dt. ebenfalls "Coraline") von Neil Gaiman. Ein sehr dünnes Büchlein, von dem ich mir eine ganz süße, märchenhafte Geschichte erwartet habe. Coraline findet in ihrem Haus nämlich eine Tür und gelangt dadurch in eine Art Parallelwelt, die ihrer realen Welt fast komplett gleicht, nur lebt dort ihre "andere Mutter" und die hat ihre eigenen Pläne - vielleicht kennen einige von euch den Film ja (und falls ja, würde mich wirklich interessieren, ob der sehenswert ist?). Ich hätte es nicht gedacht, aber ich hab mich teilweise tatsächlich etwas gegruselt. So zuckersüß wie vorher erwartet war dieses Buch nämlich absolut nicht, märchenhaft allerdings schon. Neil Gaiman hat ein riesiges Talent dazu, die richtige Atmosphäre zu schaffen und hat wundervolle, fantasiereiche Einfälle - da besteht auf jeden Fall das Potenzial, es unter meine Lieblingsautoren zu schaffen.  Mir hat das Buch gut gefallen, es hätte für meinen Geschmack allerdings gerne noch etwas länger sein können, denn über Coraline hätte ich gerne noch mehr gelesen. 
  4. "It's Kind of a Funny Story" (dt."Eine echt verrückte Story") von Ned Vizzini. In diesem Buch geht es um den 15-jährigen Craig, der sich selbst so sehr unter Druck setzt, dass er daran zerbricht. Craig kann nicht mehr schlafen, nicht mehr essen und befindet sich wegen seiner Depressionen in Therapie. Aber so richtig geholfen hat ihm diese bisher nicht und so kommt es, dass er wegen Suizidgedanken stationär in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses landet. Der Plot klingt ja erst mal nach einer ziemlich tragischen, mitleiderregenden Geschichte und sie ist sicherlich auch ergreifend und regt zum Nachdenken an (vor allem, weil ich mich da wirklich sehr oft wiederfinden konnte), aber insgesamt vermittelt dieses Buch eine positive Stimmung. Es ist wirklich witzig geschrieben, es ist nicht hochdramatisierend oder deprimierend. Eher im Gegenteil, ich musste definitiv eher lachen als weinen. Und gerade das fand ich an dem Buch so wunderbar gelungen und empfehlenswert. Ich denke, wenn ihr John Green, Stephen Chbosky und co. gut findet, dann wird euch dieses Buch mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch gefallen. 
  5. "We were Liars" (noch nicht übersetzt) von E. Lockhart. Das Buch ist diesen Sommer ja sehr gehypt, ich hab's bei so unglaublich vielen Buchbloggern (im englischsprachigen Raum) gesehen und immer und immer wieder gelesen, dass es am besten ist, wenn man über den Inhalt möglichst wenig weiß, deshalb werde ich dazu jetzt auch kein Wort verlieren. Dieses Buch habe ich mir als e-book runtergeladen, um immer mal wieder unterwegs ein paar Seiten zu lesen. So viel zum Plan, aufgegangen ist der allerdings nicht, weil ich einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte, nachdem ich es angefangen habe. Das Buch ist eh eher kurz (240 Seiten) und besteht aus sehr vielen sehr kurzen Kapiteln, was bei mir immer dazu führt, dass ich mir denke "Ach, ein Kapitel geht noch..." Und dann noch eins und noch eins... Und schwups, schon war es ausgelesen. Die Autorin hat's wirklich super hingekriegt, das ganze Mysterium Stückchen für Stückchen aufzulösen und dennoch hätte ich das Ende so niemals kommen sehen. Insgesamt hat es mir überraschend gut gefallen, nur den Schreibstil (oder eher die Formatierung) fand ich teilweise etwas...hm, künstlich/unnötig-anders (mir fehlen die passenden Worte dafür), aber das ist nur ein kleiner Minuspunkt. Vom Sprachniveau hab ich es übrigens als sehr einfach empfunden, deshalb dürfte es auch für Anfänger, was das auf-Englisch-lesen betrifft, keine große Herausforderung sein. Noch dazu kostet es als Kindle-Version (momentan) auch nur 99 Cent und für den Preis kann man ja quasi gar nichts falsch machen. 
Was habt ihr in letzter Zeit so gelesen? War etwas empfehlenswertes dabei? Würde mich wie immer interessieren!
Falls ihr auch bei Goodreads seid: Fühlt euch frei, mich als Freund hinzuzufügen ;)

1 Kommentar :

  1. Schöne Post Idee! Ich persönlich kannte noch keins der Bücher die du vorgestellt hast :)
    In letzter Zeit habe ich ,,Das Schicksal ist ein mieser Verräter''/ ,,Imago'' und ,,Lucian'' gelesen. (Die letzten beiden sind von Isabel Abedi.
    Sehr empfehlen kann ich Lucian! Mittlerweile hab ich es schon zweinmal gelesen und es ist mein Lieblingsbuch!
    Aber auch das Schicksal ist ein mieser Verräter ist ganz ganz toll! Ich würde zuerst das Buch lesen und dann den Film gucken :)
    Liebe Grüße, Paula ♥

    http://b-r-e-a-t-h-e-i-n.blogspot.de/

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