Blaubeermuffins sind meine all-time-favorites unter den Muffins, weil sie so schön fruchtig sind, total schnell gemacht sind und noch dazu hübsch aussehen. Die gehen einfach immer - solange man an frische Blaubeeren kommt, denn tiefgekühlte Beeren färben den kompletten Teig unappetitlich blau und das ist wirklich nicht so toll. Und weil ich die seit Jahren immer wieder gerne backe, dachte ich mir, ich teile mal mein Lieblingsrezept mit euch, denn die Blaubeersaison ist für heuer ja noch nicht ganz vorbei und vielleicht kann's ja jemand gebrauchen :)

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  1. Man braucht für den Teig (für ca. 18 Stück): 100g weiche Butter, 3 Eier, 180g Zucker, 200ml Milch, 300g Mehl, 2 EL Backpulver, die Schale einer Bio-Orange, ca. 250g Blaubeeren (wer will, kann natürlich auch noch mehr in den Teig geben)
  2. Man braucht für die Streusel: 50g Butter, 50g Zucker, 65g Mehl
  3. Zubereitung des Teigs: Verrührt die Butter mit den Eiern und dem Zucker und fügt abwechselnd die Milch, das Backpulver und das Mehl hinzu. Reibt anschließend die Schale der Orange in den Teig. Zum Schluss hebt ihr eure Blaubeeren vorsichtig unter, damit sie nicht zermatscht werden und den Teig verfärben. Und dann könnt ihr die Teigmasse auch schon in die Muffinformen füllen.
  4. Zubereitung der Streusel: Hier müsst ihr einfach nur alle Zutaten miteinander verkneten, am besten funktioniert das direkt mit den Händen. Eventuell müsst ihr ein bisschen mit dem Mehl variieren, bis ihr die richtige Konsistenz habt. Wenn ihr das geschafft habt, müsst ihr sie nur noch auf dem Teig verteilen und den Ofen vorheizen (Ober-/Unterhitze auf 200°; Umluft auf 180°). Backt sie am besten auf mittlerer Schiene für 20 min. und testet mit einem Zahnstocher, ob der Teig gut durch ist, bevor ihr sie dann aus dem Ofen nehmt und auskühlen lasst. 
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  1. "A Monster Calls" (dt. "Sieben Minuten nach Mitternacht") von Patrick Ness. Dieses Buch erzählt die Geschichte des jungen Conor, dessen Mutter schon seit einiger Zeit gegen ihre Krebserkrankung kämpft. Verständlicherweise plagen ihn schreckliche Verlustängste, er wird regelmäßig von Albträumen heimgesucht und ist mit der Situation restlos überfordert - wer wäre das schon nicht? Doch dann kommt ihn eines Nachts ein uraltes Monster besuchen und er muss sich seinen größten Ängsten stellen. Ich kann dieses Buch wirklich wärmstens weiterempfehlen, denn es behandelt dieses schwierige Thema "Verlust", das ja wirklich jeden immer mal wieder betrifft, auf eine wundervolle, einzigartige Art und Weise. Es war wunderschön geschrieben, Conor ist ein sehr liebenswerter, facettenreicher Charakter und insgesamt hat mich diese Geschichte sehr berührt (einige Tränen konnte ich einfach nicht zurückhalten). Ich bereue allerdings etwas, dass ich zu dieser Edition des Buches gegriffen habe (auch wenn mir dieses Cover am besten gefallen hat), denn diese hier ist leider ohne Illustrationen. In der deutschen Übersetzung und in den meisten englischsprachigen Auflagen sind die allerdings enthaten. Solltet ihr euch also für das Buch interessieren, lohnt es sich, darauf zu achten. 
  2. "The Cuckoo's Calling" (dt. "Der Ruf des Kuckucks") von Robert Galbraith aka J.K.Rowling. Ich vergöttere die Harry Potter Bücher, ich fand "The Casual Vacancy" richtig gut, natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis ich Frau Rowlings Krimi-Debut zur Hand nehme. Ich denke, zum Inhalt muss ich nicht allzu viel sagen: Eine junge Frau ist gestorben, die Polizei geht von Selbstmord aus, der Bruder der Toten glaubt nicht daran und beauftragt den Privatdetektiv Comoran Strike. Man kennt solche Schemen ja. Ein bisschen schade fand ich, dass Comoran schon ziemlich meiner Klischeevorstellung eines ziemlich abgefuckten Ermittlers, wie man sie sooo oft hauptsächlich in skandinavischen Thrillern/Krimis vorfindet, entsprach. Ich weiß nicht, warum Protagonisten dieses Berufsstandes nie ein halbwegs glückliches Leben führen dürfen? Dafür war das Buch wie erwartet sehr gut geschrieben und die Auflösung des Falls hab ich auch nicht unbedingt so geahnt. Das Buch hat mich nicht total vom Hocker gerissen, aber es war durchaus ein sehr solider Krimi und ich werde die Reihe um Comoran Strike sicherlich weiterverfolgen. 
  3. "Coraline" (dt. ebenfalls "Coraline") von Neil Gaiman. Ein sehr dünnes Büchlein, von dem ich mir eine ganz süße, märchenhafte Geschichte erwartet habe. Coraline findet in ihrem Haus nämlich eine Tür und gelangt dadurch in eine Art Parallelwelt, die ihrer realen Welt fast komplett gleicht, nur lebt dort ihre "andere Mutter" und die hat ihre eigenen Pläne - vielleicht kennen einige von euch den Film ja (und falls ja, würde mich wirklich interessieren, ob der sehenswert ist?). Ich hätte es nicht gedacht, aber ich hab mich teilweise tatsächlich etwas gegruselt. So zuckersüß wie vorher erwartet war dieses Buch nämlich absolut nicht, märchenhaft allerdings schon. Neil Gaiman hat ein riesiges Talent dazu, die richtige Atmosphäre zu schaffen und hat wundervolle, fantasiereiche Einfälle - da besteht auf jeden Fall das Potenzial, es unter meine Lieblingsautoren zu schaffen.  Mir hat das Buch gut gefallen, es hätte für meinen Geschmack allerdings gerne noch etwas länger sein können, denn über Coraline hätte ich gerne noch mehr gelesen. 
  4. "It's Kind of a Funny Story" (dt."Eine echt verrückte Story") von Ned Vizzini. In diesem Buch geht es um den 15-jährigen Craig, der sich selbst so sehr unter Druck setzt, dass er daran zerbricht. Craig kann nicht mehr schlafen, nicht mehr essen und befindet sich wegen seiner Depressionen in Therapie. Aber so richtig geholfen hat ihm diese bisher nicht und so kommt es, dass er wegen Suizidgedanken stationär in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses landet. Der Plot klingt ja erst mal nach einer ziemlich tragischen, mitleiderregenden Geschichte und sie ist sicherlich auch ergreifend und regt zum Nachdenken an (vor allem, weil ich mich da wirklich sehr oft wiederfinden konnte), aber insgesamt vermittelt dieses Buch eine positive Stimmung. Es ist wirklich witzig geschrieben, es ist nicht hochdramatisierend oder deprimierend. Eher im Gegenteil, ich musste definitiv eher lachen als weinen. Und gerade das fand ich an dem Buch so wunderbar gelungen und empfehlenswert. Ich denke, wenn ihr John Green, Stephen Chbosky und co. gut findet, dann wird euch dieses Buch mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch gefallen. 
  5. "We were Liars" (noch nicht übersetzt) von E. Lockhart. Das Buch ist diesen Sommer ja sehr gehypt, ich hab's bei so unglaublich vielen Buchbloggern (im englischsprachigen Raum) gesehen und immer und immer wieder gelesen, dass es am besten ist, wenn man über den Inhalt möglichst wenig weiß, deshalb werde ich dazu jetzt auch kein Wort verlieren. Dieses Buch habe ich mir als e-book runtergeladen, um immer mal wieder unterwegs ein paar Seiten zu lesen. So viel zum Plan, aufgegangen ist der allerdings nicht, weil ich einfach nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte, nachdem ich es angefangen habe. Das Buch ist eh eher kurz (240 Seiten) und besteht aus sehr vielen sehr kurzen Kapiteln, was bei mir immer dazu führt, dass ich mir denke "Ach, ein Kapitel geht noch..." Und dann noch eins und noch eins... Und schwups, schon war es ausgelesen. Die Autorin hat's wirklich super hingekriegt, das ganze Mysterium Stückchen für Stückchen aufzulösen und dennoch hätte ich das Ende so niemals kommen sehen. Insgesamt hat es mir überraschend gut gefallen, nur den Schreibstil (oder eher die Formatierung) fand ich teilweise etwas...hm, künstlich/unnötig-anders (mir fehlen die passenden Worte dafür), aber das ist nur ein kleiner Minuspunkt. Vom Sprachniveau hab ich es übrigens als sehr einfach empfunden, deshalb dürfte es auch für Anfänger, was das auf-Englisch-lesen betrifft, keine große Herausforderung sein. Noch dazu kostet es als Kindle-Version (momentan) auch nur 99 Cent und für den Preis kann man ja quasi gar nichts falsch machen. 
Was habt ihr in letzter Zeit so gelesen? War etwas empfehlenswertes dabei? Würde mich wie immer interessieren!
Falls ihr auch bei Goodreads seid: Fühlt euch frei, mich als Freund hinzuzufügen ;)
#474 - On top of the world
#480
#481 #482 #473 - On top of the world #483 #475
#471 - On top of the world
Nur schon mal ein kleiner Vorgeschmack ;) 
Der Juni war bei mir ziemlich vollgepackt mit Prüfungen, weshalb mir sowohl die Zeit, als auch ein Stückchen die Lust gefehlt hat, neben all dem Unikram auch noch privat viel zu lesen. Erschwerend kommt hinzu, dass ich ausgerechnet zu zwei dicken 700+ Seiten Exemplaren gegriffen habe . Nicht, dass ich das bereuen würde, aber entsprechend klein fällt deshalb der Stapel an gelesenen Büchern für diesen Monat natürlich aus.

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  1. "Ready Player One" (dt. Titel ebenfalls "Ready Player One") von Earnest Cline. Dabei handelt es sich um ein dystopisches Science-Fiction-Buch, das im Jahre 2044 spielt und eine schöne Prise Humor und "Geekigkeit" enthält, was mich wunderbar unterhalten konnte, auch wenn ich mich selbst wirklich so überhaupt nicht als Fan von Computerspielen bezeichnen könnte. Die reale Welt ist hier nämlich ziemlich am Ende, es herrscht Armut und Kriminalität und um diesen unschönen Umständen zu entkommen, kann man sich in die Simulation OASIS flüchten, Quests erledigen, dort zur Schule gehen etc.. Das Leben spielt sich also überwiegend online ab. Noch dazu hat der verstorbene Schöpfer dieser Welt eine Art Schatzsuche eingebaut, die denjenigen, der es schafft, alle Rätsel und Aufgaben zu lösen, unwahrscheinlich reich macht. Ich mochte die Welt, die hier geschaffen wurde, die sublime Botschaft und den Humor. Das Buch war relativ kurzweilig und hat mit insgesamt wirklich Spaß gemacht, ich würd's also weiterempfehlen. 
  2. "Letzte Nacht in Twisted River" von John Irving. Von diesem Autor wollte ich eigentlich schon seit langem mal was lesen und hab dieses Vorhaben jetzt tatsächlich auch endlich mal in die Tat umgesetzt. Ich bin mir auch sehr sicher, dass dieses Buch nicht das Letzte gewesen sein wird. Ich mochte seinen Schreibstil wirklich unheimlich gerne und die Geschichte hatte einfach etwas besonderes, was mich wirklich fesseln konnte, obwohl das Buch insgesamt sehr ruhig und recht nüchtern gehalten ist. Irgendwie hat's mich fasziniert, wie Irving es geschafft hat, diesen anfangs etwas absurd erscheinenden Plot dann doch so stimmig aufzulösen. Das Ende fand ich nämlich richtig gelungen. Definitiv eine Empfehlung meinerseits, wenn man sich nicht von der Dicke abschrecken lässt. 
  3. "Mister Aufziehvogel" von Haruki Murakami. Das war jetzt das fünfte Buch, das ich von ihm gelesen habe und mittlerweile hab ich mich an seinen Stil wirklich gewöhnt. Der weicht von westlicher Literatur teilweise nämlich schon ziemlich stark ab. Ansonsten bin ich bei dem Buch etwas zwiegespalten, so richtig fesseln konnte es mich inhaltlich nämlich leider nicht durchgehend. Ich mochte den Grundgedanken der Geschichte des Protagonisten und die Art und Weise, wie die Geschichten anderer Nebencharaktere mit eingewoben wurden, aber insgesamt hat sich das Buch dann doch ziemlich gezogen. Ein paar Seiten weniger hätten da womöglich nicht geschadet (dabei bin ich sonst immer lieber dafür, alles etwas ausführlicher zu beschreiben und zu erklären, weil ich es nicht mag, wenn jede Seite von oben bis unten actiongeladen ist). Außerdem habe ich einen richtigen Höhepunkt etwas vermisst. Alles in allem war das Buch nicht schlecht, aber es ist nicht auf Platz 1 meiner Murakami-Liste. 
  4. "Under the Never Sky" (dt. "Gebannt - Unter fremdem Himmel") von Veronica Rossi. Ich muss leider dazu sagen, dass ich das Buch nach ziemlich genau der Hälfte abgebrochen habe (was ich echt selten mache) und ich deshalb vielleicht nicht in der Lage bin, es wirklich zu bewerten. Aber mich haben die Personen richtig genervt, ich fand die Handlung nicht wirklich packend oder interessant und dann kam irgendwann der Punkt, an dem noch eine Sache aufgedeckt wurde, die mir einfach zu doof war. Ich hab's dann zur Seite gelegt und hatte seitdem keine Minute das Bedürfnis, weiterzulesen. Wobei ich mir schon gut vorstellen kann, dass es Leuten, die Young Adult Dystopien gerne lesen, gefallen wird - die Bewertungen bei Goodreads sprechen auf jeden Fall dafür -  aber meinen Geschmack hat es einfach nicht getroffen.
#469

Vorbei sind für mich die Zeiten, in denen ich mir eine Wohnung mit Menschen teilen muss, die es für eine unheimlich gute und lustige Idee halten, ihre dreckigen Schuhe zum Trocknen in den Backofen zu stellen, alle Töpfe mit Wasser zu füllen und zum Kochen zu bringen, bis man die Küche mit einem Dampfbad verwechseln könnte oder einfach mal für eine Stunde sämtliche Wasserhähne aufzudrehen. Um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Dass sie nie auch nur irgendetwas getan haben, was man als aufräumen oder gar putzen betiteln könnte, muss ich wahrscheinlich nicht erst erwähnen oder? Ihr könnt euch wirklich nicht vorstellen, wie unheimlich froh ich bin, diesen Zustand hinter mir lassen zu können, ohne Morde begangen zu haben.

Nach drei Monaten auf dem Wohnungsmarkt, der mich mehr als ein paar Nerven gekostet hat, hat es jetzt endlich geklappt - spätestens zum 1. Oktober kann ich umziehen. Und darauf freue ich mich jetzt schon wahnsinnig, denn meine zukünftige Wohnung wird gerade nicht nur komplett renoviert und befindet sich in absoluter Top-Lage, nein, ich werde auch noch mit einer ganz lieben Freundin von mir zusammenziehen :) Hach, das wird so super!

Übrigens: Kann mir vielleicht irgendjemand erklären, warum man glücklich ist, wenn man sich "like a room without a roof" fühlt? Jedes mal, wenn ich das Lied höre, frage ich mich das und komme zu keiner Lösung.