Maibücher

Zugegeben, mal wieder etwas *hüstel* spät dran, aber besser spät, als nie. Und Bücher werden ja zum Glück mit der Zeit nicht schlechter, allerdings leider auch nicht besser. Der Mai war nämlich ein recht gemischter Monat. Ich hoffe, ich krieg meine Eindrücke fast zwei Monate später noch halbwegs auf die Reihe.
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  1. "Cinder" (dt. "Wie Monde so silbern") von Marissa Meyer. Ich hab ja ein ziemliches Faible für Märchenneuerzählungen und bin großer Sciece-Fiction-Fan, deshalb kam ich um dieses Buch einfach nicht herum. Ich meine, Cinderella als Cyborg in einer dystopischen Stadt in Asien - was will man mehr? Dazu kamen dann noch massig begeisterte Bewertungen auf Goodreads und meine Vorfreude war geweckt. Leider konnte mir das Buch beim Lesen überhaupt keine Freude bereiten. Ich fand die Idee dahinter so toll, aber die Umsetzung war für mich eine riesige Enttäuschung. Auf der einen Seite fand ich es extrem vorhersehbar, ich wusste quasi nach den ersten Kapiteln bereits, wie es enden wird. Auf der anderen Seite waren die Charaktere und die Handlung so übertrieben und klischeehaft, teilweise ist's meiner Meinung nach schon ins Lächerliche abgedriftet. Kurz: Meinen Geschmack hat es überhaupt nicht getroffen.
  2. "Vergebung" von Stieg Larsson. Das ist ja der dritte (und leider auch letzte) Teil der Millenium-Trilogie, deshalb sag ich da zum Inhalt nichts. Ich mochte den wieder genauso gern wie die Vorgänger, es war gewohnt spannend und gut geschrieben und hat alles, was man sich von eine gutem Thriller wünschen kann. Ich kann mich nur wiederholen und diese Reihe weiterempfehlen. 
  3. "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" von Fjodor Dostoyjevski. Bei dem Buch tue ich mich auch nach Wochen noch schwer, wenn es darum geht, ein Urteil zu fällen. Was ich ganz klar sagen kann, ist, dass ich den Protagonisten für ein ziemliches Ekel halte. Aber das ist wohl so gewollt. Seine Gedankengänge waren schon ziemlich faszinierend, wenn auch eher wenig nachvollziehbar (zum Glück!). Ich tat mich beim Lesen aber recht schwer und hab immer nur so 10 Seiten am Stück geschafft, weil mich die Hauptperson schon ziemlich verrückt gemacht hat. Ich bin aber ganz froh, dass ich mal etwas von etwas von Dostoyjeyski gelesen habe, auch wenn ich bezweifle, dass ich in naher Zukunft wieder zu etwas von ihm greifen werde. 
  4. "1984" von George Orwell. Ich denke, dieses Buch dürfte jedem zumindest ein Begriff sein. Ich hab das vor einigen Jahren schon mal gelesen und wollte meine Eindrücke jetzt, nachdem ich selbst doch etwas erwachsener geworden bin, nochmal auffrischen. Abgesehen davon, dass ich diese Zukunftsvision natürlich immer noch erschreckend finde, hat mich dieses Mal vor allem das Konzept des "Doublethink" ziemlich fasziniert und beschäftigt. 1984 ist meiner Meinung nach ein wirklich lesenswerter Klassiker, um nicht zu sagen, ein MUSS. 
  5. "Der böse Ort" von Ben Aaronovitch. Das ist der vierte Teil der Die Flüsse von London/Peter Grant Reihe, die ich ziemlich gerne mag, deshalb konnte ich natürlich kaum auf die Fortsetzung warten. Ich will jetzt auch nicht zu viel verraten (ist ja schließlich der 4. Teil), aber der Humor des Buches war gewohnt gut, Peter Grant ist immer noch genauso sympathisch-doof und dieses Ende! Ich war schon leicht geschockt und freue mich bereits auf Band 5. Für alle, die noch nichts von der Reihe wissen: Es geht darin um Peter, der als Zauberlehrling bei der Polizei Londons den bösen Jungs das Handwerk legen muss. Klingt etwas schräg, ist es auch. Aber ich finde die Bücher wirklich unterhaltsam und lustig und kann sie weiterempfehlen.
  6. "Der Monstrumologe" von Rick Yancey. Auch ein Buch, das mich ziemlich enttäuscht hat. Ich mochte den Schreibstil nicht und fand die Charaktere eher dürftig. Weshalb sich unser Protagonist hier so viel gefallen lässt, ist mir einfach ein Rätsel. Und spätestens nach dem 100sten "Mach fix, Will Henry" konnte ich mir genervte Seufzer nicht mehr verkneifen. Leider konnte mich die Story auch nicht wirklich packen, dafür war der Ekelfaktor teilweise schon ziemlich hoch. Das einzige, was ich an dem Buch wirklich schön finde, ist das tolle Cover und die wunderbare Aufmachung, aber das alleine reicht leider bei weitem nicht aus. War alles in allem leider so überhaupt nicht meins und ich werde die Reihe definitiv nicht weiterverfolgen. 
  7. "Life in Outer Space" (dt. "Der Beweis, dass es ein Leben außerhalb meines Zimmers gibt", erscheint im Oktober) von Melissa Keil. Dieses Buch wurde mir von captain cow empfohlen (Danke dafür!) und weil mir gerade nach etwas locker-leichtem für unterwegs war, hab ich es mir auch gleich als e-book runtergeladen und es ziemlich schnell weggelesen. Ich kann mich leider nicht mehr so gut daran erinnern, aber ich weiß noch, dass es mich wirklich gut unterhalten hat und dass ich die Story und die Charaktere sehr mochte. Wenn ihr nerdige/geeky Bücher so sehr mögt wie ich, dann werdet ihr es sicher auch lieben.
  8. "Eleanor & Park" (noch nicht übersetzt) von Rainbow Rowell. Dabei handelt es sich um eine ganz süße Liebesgeschichte für Jugendliche. Ich lese sowas ja eher selten, aber ich wollte unbedingt mal etwas von der Autorin ausprobieren und hab's nicht bereut. Es ist schön geschrieben, die Charaktere waren mir absolut sympathisch und es war auch gar nicht so 08/15, wie ich befürchtet hatte. Ich würd's weiterempfehlen, übrigens auch an alle, die vielleicht zum ersten Mal ein Buch auf englisch lesen wollen, sprachlich dürfte das wenig Probleme bereiten. 

Kommentare :

  1. 1984 will ich unbedingt noch lesen! :)

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  2. ich hab mir grad gestern, nach langer zeit, wieder ein buch gekauft.
    bin gespannt wie es ist. "muscheln für mutti"

    pssshhht.blogspot.com

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  3. Deine Bücher-Reviews finde ich fast am besten an deinem ganzen Blog :)

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  4. Abgesehen von deinen schönen Fotos und dem schlnen Layout hast du echt einen tollen Büchergeschmack!

    Liebe Grüße Amy
    A NICE AMY

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♥-lichen Dank für deine Meinung !