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Wie schon angekündigt, ist der Januar für mich ziemlich lernintensiv (nächstes Semester muss ich mich definitiv zeitnaher durch die ganze Literatur arbeiten!), deshalb kann ich zur Zeit wirklich nur mit Blog-Abstinenz glänzen.
Ich hab allerdings richtig viele Ideen, die ich im Februar unbedingt umsetzten will - warum bekommt man Geistesblitze eigentlich immer, wenn man sich gerade intensiv mit ganz anderen Dingen befassen sollte?

Die Überschrift dieses Posts hab ich übrigens mit dieser unheimlich tollen Seite generiert:
>> Sprichwortrekombinator <<
Postet mir doch einfach mal die lustigsten und treffendsten Ergebnisse, die diese Seite bei euch ausspuckt, in die Kommentare. Das wäre sicher unterhaltsam  :) (Achtung, Suchtpotenzial!)
Ich hab es im November leider nicht geschafft, euch meinen Lesemonat zu präsentieren, deshalb hole ich das jetzt hier in diesem Post nach. Ich stelle euch also meinen Lesestoff der letztem zwei Monate vor und gebe kurz meinen Eindruck davon wieder. Ausführliche Inhaltsangaben müsst ihr woanders suchen. Vorsicht: Der Eintrag wird lang!

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  1. "Wonder" (dt. Titel "Wunder") von R.J. Palacio. Ein Buch, das Anfang des Jahres bei uns in sämtlichen Buchhandlungen in den Schaufenstern ein Plätzchen gefunden hat und das ist für ein Jugendbuch doch eher etwas ungewöhnliches. Ich war von Anfang an richtig neugierig  darauf, weil ich die Thematik sehr interessant gefunden habe und habe es nun endlich geschafft, es zu lesen. Es geht in dem Buch um einen Jungen namens August, der mit starken Fehlbildungen im Gesicht auf die Welt gekommen ist und zum ersten Mal in seinem Leben auf eine öffentliche Schule gehen soll. Dass das keine einfache Situation für ihn und alle um ihn herum ist, liegt auf der Hand. Ich fand dieses Buch wirklich wundervoll: es ist toll geschrieben, man kann schmunzeln und Tränen verdrücken und vor allem kann man darüber nachdenken. "Wunder" ist wirklich lesenswert - absolute Empfehlung meinerseits!
  2. "Darkly Dreaming Dexter" (dt. Titel "Des Todes dunkler Bruder") &
  3. "Dearly Devoted Dexter" (dt. Titel "Dunkler Dämon") von Jeff Lindsay. Bei den Büchern handelt es sich um die Vorlage zur Serie "Dexter", die vermutlich einigen ein Begriff ist.  Ich selbst hab davon bisher nur eine einzige Folge gesehen, aber ich fand die Idee der Geschichte ziemlich spannend und war dann sehr neugierig auf die Bücher. Für alle, die noch gar nicht darüber wissen: Dexter arbeitet als Blutspurenanalytiker im Morddezernt und bringt in seiner Freizeit grausame Serienkiller zur Strecke, um seinen eigenen Drang zu Töten zu stillen. Und dabei ist er auch noch richtig sympathisch. Mir haben die Bücher beide richtig gut gefallen. Ich mag den Schreibstil mit den vielen Wortspielen und dem schwarzen Humor - der trifft genau meinen Geschmack - und hatte beim Lesen wirklich viel Spaß. Ich kann allerdings nicht beurteilen, inwiefern das auch auf die deutschen Übersetzungen zutrifft. Leider habe ich diese Bücher bisher nur als Kindle E-Book (deshalb sind sie auch nicht auf dem Foto), weil ich die Reihe aber richtig gut finde und definitiv weiterlesen möchte, werd ich mir wohl auch noch die Print-Ausgaben anschaffen.
  4. "Shining" von Stephen King. Die dunkle Jahreszeit ist meiner Meinung nach immer perfekt, um sich ein bisschen zu gruseln und was liegt da näher, als mal wieder einen King zu lesen? Nachdem die Fortsetzung "Doctor Sleep" ja erst vor Kurzem erschienen ist und mir aufgefallen ist, dass mir mit "Shining" ja noch eines DER Werke des Autors schlechthin in meiner Sammlung fehlt, kam ich einfach nicht länger drumherum. Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen und auch wenn ich, was Horror/Thriller angeht, ziemlich unempfindlich bin, konnte ich mich beim Lesen alleine in der Wohnung, während es draußen immer weiter geschneit hat, wirklich ein bisschen fürchten. Definitiv eines der Bücher von Stephen King, das mir mit am besten gefallen hat. Ich habe es dann auch gleich an meine Tante verliehen, die es mittlerweile auch gelesen und als gut befunden hat. 
  5. "In the Tall Grass"  (dt. Titel "Im hohen Gras") von Stephen King und dessen Sohn Joe Hill. Weil mich das Horror-Fieber dann ein bisschen gepackt hat, hab ich mir danach diese Kurzgeschichte (umfasst so ca. 60 Seiten) runtergeladen (gibt's nur als e-Book), weil das Szenario wirklich unheimlich klang. Letztendlich war ich davon aber eher enttäuscht, weil ich mir aufgrund der vielen wirklich guten Bewertungen deutlich mehr davon versprochen habe. Ich fand die Geschichte sehr vorhersehbar, zwar ein bisschen eklig, aber nicht richtig gruselig. Würde ich nicht unbedingt weiterempfehlen.
  6. "Extremely Loud & Incredibly Close" (dt. Titel "Extrem Laut & Unglaublich Nah") von Jonathan Safran Foer. Das Buch hab ich vor ein oder zwei Jahren schon einmal gelesen und ziemlich gemocht. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte plötzlich Lust es nochmal zu lesen und bin auch dieses Mal wieder zu dem Fazit gekommen, dass es definitiv ein besonderes Buch ist. Ich denke, so ziemlich jeder, der sich für das Thema interessiert, hat es schon gelesen oder es zumindest einmal in der Hand gehabt und falls nein, besteht da meiner Meinung nach Nachholbedarf. Die Aufmachung ist nämlich recht außergewöhnlich, deshalb sollte man da zumindest einmal durchgeblättert haben ;) Die Verfilmung dazu finde ich übrigens auch spitze. Die Story weicht zwar in machen Punkten nicht unerheblich vom Buch ab, aber deshalb ist sie ja nicht automatisch schlechter. Die Besetzung der Rollen ist wirklich grandios und überhaupt ist der Film richtig gut gemacht. 
  7. "Breakfast at Tiffanys" (dt. Titel "Frühstück bei Tiffany") von Truman Capote. Wer kennt die Geschichte von Holly Golightly dank des absoluten Film-Klassikers mit Audrey Hepburn schon nicht? Zu meiner Schande muss ich gestehen: Ich! Ich hab ihn noch nie gesehen, weil ich immer das Vorurteil hatte, dass das sicherlich ein total langweiliger, schnulziger Frauenfilm ist. Das Buch hat mich ehrlich gesagt auch gar nicht gereizt. Gelesen habe ich es allerdings im Zuge einer Leserunde und ich hab recht schnell gemerkt, dass ich da einer ziemlichen Fehleinschätzung unterlegen bin. Zum einen hat mich die Sprache von Anfang an ziemlich verzaubert, zum anderen liefert das Buch tatsächlich Diskussionsstoff und ist dementsprechend nicht uninteressant. Alles in allem fand ich es ganz in Ordnung, es zählt nicht zu meinen Lieblingsbüchern, aber ich froh, es gelesen zu haben.
  8. "Mieses Karma" von David Safier. Ich hab von einigen Leuten gehört und gelesen, die finden, dass "Mieses Karma" das beste Buch von dem Autor ist. Ich kann mich da nicht anschließen - für mich bleibt "Jesus liebt mich" mit gebührendem Abstand auf Platz 1. Mit ziemlicher Sicherheit liegt es aber an den hohen Erwartungen, mit denen ich deshalb an das Buch rangegangen bin, dass ich sogar leicht enttäuscht davon war. Ich fand es stellenweise schon ganz witzig und unterhaltsam, außerdem ist die Idee echt gut, aber manchmal war ich fast schon etwas genervt von den Charakteren, die sich ab und an schon ziemlich doof anstellen. Kann man lesen, muss man aber nicht. 
  9. "Harry Potter and the Chamber of Secrets" (dt. Titel "Harry Potter und die Kammer des Schreckens") von J. K. Rowling. Harry Potter eben, als bekennender Fan brauch ich dazu ja nichts mehr sagen. Ich liebe diese Reihe einfach und hab jedes mal wieder total viel Spaß beim Lesen. Im Februar mache ich dann mit dem dritten Teil weiter und freu mich schon sehr drauf :)
  10. "Level 26 - Dark Origins" von Anthony E. Zuiker. Ich habe bisher wirklich nur gutes über dieses Buch gehört und konnte es letztens billig bei reBuy erstehen, hab's auch gleich gelesen und ich war extrem enttäuscht. Das war definitiv der größte Flop, den ich in letzter Zeit hatte. An und für sich finde ich die Idee, alle paar Kapitel zusätzliche Videos einzubauen, die man auf einer speziellen Website (die leider nicht mehr funktioniert und nur auf einen YT-Kanal weiterleitet)  aufrufen kann, ganz cool. Ist eben mal etwas anderes. Allerdings ging dieses Konzept überhaupt nicht auf, weil diese Clips einfach nur überflüssig waren. Alles was dort gezeigt wird, wird im darauffolgenden Kapitel eh erzählt, was das ganze ziemlich sinnlos macht. Nach ungefähr 4 Videos hab ich aufgehört, sie mir anzuschauen, weil es den Lesefluss richtig gestört hat. Noch dazu fand ich den Schreibstil ziemlich schlecht - vielleicht liegt's auch am Übersetzter? - Anthony E. Zuiker produziert jedenfalls bessere Serien als Bücher. Ich kann's beim besten Willen nicht empfehlen. 
  11. "Anleitung zum Unglücklichsein" von Paul Watzlawick. Ein Sachbuch, mit dem man Schritt für Schritt lernt, wie man seinem Glück erfolgreich aus dem Weg gehen kann. Letztendlich trieft das ganze natürlich nur so vor Ironie und erzielt eher den gegenteiligen Effekt, weil es einem doch die Augen dafür öffnet, wie sehr man das teilweise unbewusst im Alltag tatsächlich tut. Zumindest war das bei mir als pessimistischer, chronisch unzufriedener Person der Fall. Außerdem war es wirklich erstaunlich amüsant, unterhaltsam und unheimlich schnell gelesen. Ich kann's weiterempfehlen.

Wenn ihr noch mal auf einen Blick sehen wollt, was ich im vergangenen Jahr insgesamt so gelesen habe, dann könnt ihr diesen Link hier anklicken. Insgesamt waren es 74 Bücher (33 englische, 41 deutsche), die ich abgeschlossen habe und wenn es nächstes Jahr ähnlich weitergeht, muss ich mir definitiv etwas einfallen lassen, um all die Bücher unterzubringen. Oder notgedrungen mal richtig ordentlich aussortieren.

Wie viel habt ihr letztes Jahr so gelesen? Was waren eure Buch-Highlights und -Flops 2013?