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#1 Mein allererstes vierblättriges Kleeblatt. Zugegeben, es ist ein bisschen krüppelig proportioniert, aber wen interessiert's? #2 Zimtschneckchen nach Astas Rezept #3 Lieblingsblumenwiese #4 Sonnenbrillenzeit ist die beste Zeit im Jahr

Ich hab mir jetzt außerdem noch Blog-Connect zugelegt:
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#382 Sommererwachen
Wie unglaublich viel leichter einem gleich alles fällt, wenn die Sonne (nach so langer Abstinenz) endlich wieder scheint! 
Diesen Monat kam mal wieder ein kunterbunter Haufen aus allen möglichen Genres zusammen:
  1. "The Hunger Games - Mockingjay" ("Die Tribute von Panem - Flammender Zorn") von Suzanne Collins. Ich finde den Schluss der Reihe entgegen der Meinung vieler ja ziemlich gelungen, weil ich auch generell nicht so viel von überzogenen Happy Ends halte. !!! ACHTUNG SPOILER !!! Dass auch bedeutsame Figuren wie die süße kleine Prim dem Krieg zum Opfer fallen und einen absolut sinnlosen Tod sterben ist letztendlich nur realistisch. Alles in allem eine schöne Trilogie.
  2. "Schändung" von Jussi Adler Olsen. Dabei handelt es sich um den zweiten Teil der Serie um Carl Mørk mit seinem Sonderdezernat, dass alte, ungelöste Fälle neu aufrollt. Im Gegensatz zum Vorgänger war mir Carl hier schon ein ganzes Stück sympathischer. Insgesamt fand ich den Teil spannender. Der Aufbau war wieder gut durchdacht und der Schreibstil angenehm und schnell lesbar. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen, muss mich da allerdings noch ein Weilchen gedulden, bis der nächste Teil auch endlich im richtigen Taschenbuchformat erscheint. 
  3. "Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt" von Haruki Murakami. Ich würde sagen, dass man zu dem Buch besser nicht greift, wenn man noch nichts von dem Autor gelesen hat. Die ganze Geschichte ist einfach so abgedreht, dass es einen vielleicht eher abschrecken würde, wieder zu eine anderen Buch von ihm zu greifen. Wenn man seinen Schreibstil aber bereits kennt und weiß, dass seine Geschichten voller Fantasie stecken und in der Lage ist, all die Begebenheiten einfach hinzunehmen und sich ganz auf die Geschichte einzulassen, dann ist das ein wundervolles Buch. Ich fand es sehr unterhaltsam und fesselnd, v.a. durch die zwei parallel verlaufenden Handlungsstränge, die nach und nach immer mehr Zusammenhang vermuten ließen. 
  4. "Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet" von Alan Bradley. Flavia wollte ich schon seit Längerem mal kennenlernen, konnte mich aber lange nicht entschließen, ob auf deutsch wegen des schöneren Covers, oder englisch, weil die Originalfassung meist besser ist man sich so ein paar Euros spart. Aber weil ich mich recht gerne von der Optik leiten lasse (das Auge liest ja schließlich mit) und es in der Buchhandlung auch nur auf deutsch vorrätig war, ist die Entscheidung dann doch leicht gefallen. Ich finde die Charaktere alle ganz nett, Flavia ist wirklich liebenswert und der Fall auch unterhaltsam. Es ist kein hochspannendes Buch, aber ein schöner, gutgeschriebener Krimi. Ich werde mir bestimmt demnächst den zweiten Band zulegen und kann auch anderen empfehlen, Flavia eine Chance zu geben.
  5. "A Clockwork Orange" ("Uhrwerk Orange") von Anthony Burgess. Ein moderner Klassiker aus dem Jahre 1962, der in den Bereich der dystopischen Science Fiction einzuordnen ist. Für Protagonist Alex und dessen Gang stehen Alkohol, Drogen und Gewalt an der Tagesordnung. Einfach nur aus Spaß an der Sache. Nachdem Alex von seinen Freunden im Stich gelassen und verhaftet wird, kommt er zunächst für einige Zeit ins Gefängnis, wird dann aber einer Art Gehirnwäsche unterzogen, die ihm sämtliche Gewalt austreiben soll. Die ethische Fragestellung, mit der sich das Buch beschäftigt, dreht sich um den freien Willen des Menschen und der Frage nach "gut" und "böse". Empfehlen würde ich die Originalfassung nur all jenen, die im Englischen sehr sicher sind, denn geschrieben ist es in einem ziemlich starken Slang, Nadsat genannt, der auf dem Russischen beruht. Den zu verstehen (ohne den Lesefluss ständig zu unterbrechen und die Übersetzungen in den Fußnoten anzuschauen) bedarf schon einiger Anstrengung. Wenn man dann zusätzlich noch mit dem "normalen" Wortschatz zu kämpfen hat, wird man mit dem Buch nicht glücklich werden, weil es gerade auch durch die Sprache wirkt und lebt. Mir hat es aber sehr gut gefallen, weil es ein Buch ist, das zum Nachdenken anregt. 
  6. "Die Landkarte der Zeit" von Félix J. Palma. Ich freu mich immer noch riesig darüber, dass ich in der Buchhandlung bei den Mängelexemplaren auf die wunderschöne Hardcoverausgabe gestoßen bin. Das Buch steht nämlich schon seit geraumer Zeit auf meinem Wunschzettel, allerdings finde ich das Taschenbuch nicht so schön und 25€ für das Hardcover auch zu teuer. Jetzt hab ich es aber für 8€ gekauft und kann mit dem kleinen, feinen Schlitz auf der Rückseite des Schutzumschlags gut leben. Thematik des Buches ist, wie der Titel vermuten lässt, das Zeitreisen. Ausgangspunkt der Geschichte ist das London des Jahres 1896, eine Zeit, in der man unter anderem Jack the Ripper und H.G. Wells begegnet. Mit knapp über 700 Seiten (im Taschenbuch sind es ein paar mehr) ist das schon ein kleiner Wälzer. Die Geschichte wird sehr ausführlich erzählt, was einigen bestimmt auch zu langatmig wäre, mir allerdings sehr, sehr gut gefällt. Den Schreibstil des Autors finde ich herausragend, mir gefällt es vor allem auch, dass er die aktive Rolle des Erzähler einnimmt und den Leser hin und wieder direkt anspricht. Meiner Meinung nach ein absolut gelungenes Buch und eine Empfehlung an alle, die etwas mit der Thematik anfangen können und sich von den vielen Seiten nicht abschrecken lassen. 
Und wie immer gilt: Habt ihr eines oder mehrere der Bücher auch schon gelesen und wollt mir eure Eindrücke davon mitteilen oder habt ihr Buchempfehlungen für mich (sind bei mir immer gerne gesehen), dann hinterlasst mir einfach einen Kommentar :)