I'm my own worst enemy

Danke für eure lieben Kommentare und Meinungen, ganz besonders auch an den ersten anonymen Schreiber.

Aber ich möchte das und meine Entscheidung was mein Studium betrifft doch noch etwas genauer erklären und dazu muss ich etwas weiter ausholen, es wird also wahrscheinlich ein recht bzw. sogar sehr, sehr, sehr langer Post mit viel Gejammere und es wäre schön, wenn's sich ein paar von euch 752 trotzdem durchlesen würden, auch wenn's keine schönen Fotos dazu gibt.

Anfangen werde ich wohl am besten mit den Fakten. Schon seit Jahren beschäftige ich mich damit, was ich nach der Schule machen möchte. Studieren, das stand irgendwie schon immer fest, die große Frage, die auch nach dem Abi und etlichen immer und immer wieder umgekrempelten Entscheidungen blieb, war: Was?
Ich hab mich quer durch Studienführer gewälzt, Selbsterkenntnisfragebögen ausgefüllt, stundenlang im Intrnet recherchiert, mir Gedanken über meine Talente gemacht und mich gefragt, was mir später in meinem Beruf wichtig sein wird. Gutes Gehalt natürlich, man möchte sich ja schließlich auch mal was gönnen können, ein sicherer Arbeitsplatz mit geregelten Arbeitszeiten der am besten auch noch lokal fix ist. Aufstiegsmöglichkeiten wären auch nicht schlecht. Da ich später ja vielleicht auch mal den Wunsche nach einer Familie entwickeln könnte, sollte das auch in Einklang gebracht werden können. Und Spaß soll's machen, ist ja klar. 
Aber wer wünscht sich all das nicht? Und welcher Beruft erfüllt schon all diese Anforderungen?

Ich persönlich bewundere ja Leute, die einfach schon Jahre bevor die Entscheidung endgültig gefällt werden muss, wissen, was sie machen wollen und auch keine Zweifel daran aufkommen lassen. Das kann ich einfach nicht. Ich denke zu viel nach, fixier mich zu sehr auf mögliche Probleme, zweifle an mir selbst und kriege Angst. Bin wohl doch nicht so stark, wie ich's gerne wäre.
Das einzige Studium, mit dem ich schon seit Jahren liebäugle ist Psychologie, aber die Plätze sind eben sehr begehrt, der NC ist hoch und meinen Abi-Schnitt habe ich im letzten Schuljahr in den Sand gesetzt, weil ich zu oft krank war und gefehlt habe. Teilweise aber auch einfach durch extrem unfaire Benotungen - Tut mir ja leid, dass ich beispielsweise meine Kunstarbeit nicht abgegeben konnte, während ich (mit Attest!) im Krankenhaus liege, danke also für die 0 Punkte!

Irgendwann ist es dann so weit, die Zeit bleibt ja doch nie stehen und die Antwort "Ich weiß es noch nicht" auf die Frage, was man denn jetzt machen wird, wird nicht länger akzeptiert. Man denkt und denkt und denkt, spürt den Zeitdruck auf einem lasten, und je mehr man sich damit beschäftigt, desto unklarer wird man sich. Vielleicht wird "man" das auch nicht, aber bei mir ist das so.

Dann war ich mal mit einer meiner besten Freundinnen (und die ist so eine von den besagten, die sich, was ihren Studienwunsch betrifft, ansolut sicher ist) in Erlangen, weil die Technische Fakultät da Tag der offenen Tür hatte und auch wenn das nicht der Bereich sein wird, dem sie dann ab Oktober zugehören wird, wollten wir uns das mal anschauen, zumal man das ja mit einer kleinen Stadtbesichtigung gut verbinden kann. Und dann haben wir uns da einen Vorstelungsvortrag über Bio- und Chemieingenieurswissenschaften angehört, zu denen auch das Life Science Engineering gehört. Das hat echt interessant geklungen. Ingenieursberufe wurden in der Schule sowieso in den Himmel gelobt, die Zukunftsaussichten sind super, vor allem wenn es zusätzlich auch noch um das Wohlergehen des Menschen geht, darauf legt man ja großen Wert. Insgesamt schien das eine Menge meiner Anforderungen zu erfüllen. Also her damit, gleich mal online anmelden, bevor ich's mir wieder schlecht reden kann! 

In den darauffolgenden Wochen hab ich den Gedanken an das eigentliche Studieren dann erst mal ziemlich verdrängt. Gab ja noch genug Gründe zu feiern, außerdem den Mini-Berlin-Urlaub mit meinem Freund und Sommertage zu genießen. Ich hab mit meiner Freundin ausgemacht, dass wir eine WG gründen wollen, wir haben die Grundregeln unseres Zusammenlebens geplant und über Einrichtung gesprochen. Ich hab mich echt auf die neue Herausforderung und die Zeit gefreut.

Doch dann war die ganze Aufregung erst mal vorbei. Der August kam, mein Freund musste wieder viel arbeiten und war wenig zuhause. Meine besten Freundinnen hab mich auch immer mehr außen vor gelassen, wenn sie Sachen unternommen haben, nachdem ich vorher oft absagen musste, weil ich schon mit meinem Freund verabredet war. Insgesamt blieben nach der Schule nur noch zwei richtige, langjährige Freundinnen übrig, mit denen man dann auch tatsächlich oft was macht oder machen könnte bzw. wollen würde, alles andere hat sich fast vollkommen verloren. Und die hatten dann plötzlich auch noch Insider, die ich nicht verstehen konnte. Die sie mir auch nicht erklären wollten.

Und wie das so ist, wenn man viel alleine ist, wenig mit sich anzufangen weiß und einen Hang zum Grübeln hat, zerbricht man sich über alles den Kopf. Und wenn ich einmal damit anfange, dann denke ich nicht nach, bis ich zu einem Ergebnis komme. Nein, ich denke nach, bis ich unglücklich werde.
Und dann hat alles nach und nach angefangen, schief zu laufen. So schief, dass ich mein Gleichgewicht verloren habe.

Zunächst hat die Freundin, mit der ich eine WG gründen wollte, plötzlich ohne vorher etwas zu sagen, ein eigenes kleines 1-Zimmer-Apartment gehabt. Sie ist mit ihren Eltern nach Erlangen gefahren, hat sich eine Wohnung angeschaut und die hat sie bekommen. 
Ich war so enttäuscht, traurig und hab mich im Stich gelassen gefühlt und konnte es mir nicht mal erlauben, sauer auf sie zu sein und ihr meine Meinung zu geigen, man will ja seine letzten Freunde nicht auch noch verlieren. 

Aber weil das allein noch nicht reicht, nicht schlimm genug ist, kommt dann noch dazu, dass ich mir deshalb vermehrt Sorgen um die Finanzierung machen musste. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit geteilter Miete wäre schon irgendwie bezahlbar gewesen. Deutlich bezahlbarer als etwas eigenes zumindest. Ohne BAföG hätte ich mein Studium sowieso nicht schaffen können, dazu können mich meine Eltern beim besten Willen nicht genug unterstützen. Eine Wohnung für 400-500 Euro im Monat (billiger kriegt man ja ohne ne wagenladung an Glück nichts), Studiengebühren und Studentenwerksbeitrag von 550 Euro pro Semester, Mensa, Nahverkehrsticket, Zugtickets zum Heimfahren (und ohne Waschmaschiene muss man das nunmal recht häufig), Lebensmittel, evtl. Wohnungseinrichtung und ein bisschen leben möchte man ja nebenher auch und ab und an was unternehmen. Woher nimmt man das ganze Geld? Findet man in so einer Studentenstadt, in der es sicher genug "Bedürftige" gibt, einen kleinen Nebenjob? Und was, wenn es ein paar Monate dauert, bis der BAföG-Antrag durch ist? Stehe ich dann auf der Straße, weil ich meine Miete nicht überweisen kann?

Mit all den Sorgen wuchs dann auch der Druck, schnell etwas zu finden. Etwas annehmbares und nicht zu überteuertes. Ich hab keine extrem großen Ansprüche und bin durchaus bereit, Kompromisse einzugehen, wenn der Preis stimmt, aber das tat es fast nie. Für die letzten Kellerwohnungen oder Ekelbuden verlangen die ein Heidengeld und sie können sich's erlauben, weil ihnen sogar die schlimmsten Löcher dankbar aus der Hand gerissen werden.  Aber so könnte ich niemanls hausen. Ich bin jemand, der sich's gerne auch mal zuhause gemütlich macht und seine Ruhe genießt, aber dazu muss ich mich auch in meiner Umgebung wohlfühlen können. Klar, dass man sich während der Studentenzeit keine Traumwohnung leisten kann, es sei denn man hat die richtigen Eltern, aber ich kann mich nicht mit einem Apartment arrangieren, in dem ich die Kühlschranktür nicht mal aufbringe, weil das Bett schon davor steht. Und ja, alles wirklich schon gesehen. Ich kann mich nicht jahrelang durch's Studium quälen, wenn ich Abends in meinem Bett sitze und mir nichts anderes wünsche, als wieder bei mir daheim zu sein.

Manchmal hab ich dann auch sehr schöne Angebote für Wohnungen gefunden, meine riesen Telefonphobie überwunden und sofort angerufen, oft auch nach 100 Anrufen niemanden erreicht, Absagen kassiert oder - welch Wunder! - einen Besichtigungstermin bekommen. Letzteres allerdings nur, damit meine aufkommenden Hoffnungen ein paar Stunden später wieder zerschlagen werden. Die Wohnung sei schon wieder vermietet, der Besichtigungstermin hätte sie also erledigt. 

Enttäuschung und Frust machten sich breit, mit jedem Scheitern ein bisschen mehr. Ich konnte nachts kaum noch schlafen, hatte keine Energie und Motivation mehr. Nicht mehr für die Wohnungssuche, aber auch für alle anderen Unternehmungen konnte ich mich kaum noch aufraffen. Tage habe ich damit verbracht, in meinem Bett zu liegen und der Uhr dabei zuzusehen, wie die Stunden vergehen. Ich war nur noch traurig und deprimiert, hatte durchgehend schlechte Laune und hab mein Zimmer im Prinzip nur verlasse, um ins Bad oder zum Kühlschrank zu gehen. 
Ich hab wieder sehr viel nachgedacht. hauptsächlich darüber, ob es richtig war, mich für diesen Studiengang einzuschreiben. Daran, dass ich das Thema interessant finde, hat sich nichts geändert. Aber hab ich mir das alles nur schön geredet? Wie sieht's schließlich mit dem Spaß aus? Ist doch ein sehr wichtiger Punkt und der scheint mir auf meiner Prioritätenliste etwas zu weit nach unten gerutscht zu sein. Ich bin nicht gerade naturwissenschaftlich veranlagt. Sicher, ich bin nicht schlecht darin und ich könnte mich mit meinem Ehrgeiz schon durchbeißen, aber hab ich Freunde daran?! Eher nicht. Vor allem nicht, wenn ich denke, dass ich dann 40, vllt. 50 Jahre Arbeitszeit damit überbrücken soll. Man lebt ja auch nur einmal und falsche Entscheidungen und verlorene Zeit kann man nie wieder gut machen. Das hat in mir sehr große Angst vor dem Studium geweckt.

Ich habe insgesamt unheimlich große Zukunftsängste. Ich denke sehr weit voraus und frage mich häufig, ob ich, wenn ich dann mal alt bin (werde ich in meinem Leben überhaupt die Chance haben, alt zu werden?), auf mein Leben zurück schauen kann und damit zufrieden bin. Denn das ist es, was für mich der Sinn des ganzen ist: Zufrieden mit dem zu sein, was man erreicht hat. Und zufrieden bin ich mit dem, was ich erreiche, nie. Dazu bin ich viel zu perfektionistisch und zu streng mit mir selbst. 

 Ich denke, jetzt ist klar, dass ich mein Studium nicht absage, weil mein Freund jetzt wahrscheinlich auch noch mit mir Schluss macht, auch wenn das das Fass "Ich" jetzt endgültig zum bersten bringt, weil er mir in den 8 Monaten, in denen wir zusammen waren, meine größte Stütze und mein bester Freund war. Ich gebe das auf, weil das einzige, was ich noch empfinden kann, wenn ich daran denke, im Oktober damit anzufangen, pure Angst ist. Weil sich das mit jedem Tag, an dem alles näher rückt, immer weiter ins unerträgliche potenziert.

Ich denke, ich habe gerade größere Sorgen, als ein Studium, an dem ich im Moment nur kaputt gehen würde. Deshalb nehm ich mir die Zeit, um in Ruhe über all das zu entscheiden - ein oder zwei verlorene Semester werden meine Zukunft nicht vollkommen versauen -  denn da stimmt etwas mit mir überhaupt nicht mehr. Ich meine, ich war zwar nie Miss-Sunshine höchstpersönlich, aber es ist absolut nicht normal und tragbar, nur noch traurig und antriebslos zu sein und Angst zu haben und ich muss mich jetzt erst mal selbst wieder in Ordnung bringen. 

Deshalb bin ich gerade hier, bei meiner Tante in München, habe alles bis auf ein paar Klamotten bei mir Zuhause stehen und liegen gelassen. Und ich versuche, einen Weg raus aus mir selbst zu finden.

Kommentare :

  1. oha, du scheinst grad echt in einer schwierigen situation zu sein.. ich kann nichts anderes tun also dir alles gute für deine zukunft zu wünschen, dass sich nach und nach einiges wieder bessert und du glücklich werden kannst. ich hoffe sehr dass du eine person hast, der du wirklich vertrauen kannst und mit der du über all das reden kannst, es ist nicht gut wenn du damit allein bleibst und das alles in dich reinfrisst! wenn du was loswerden magst, kannst du mir gerne über tumblr schreiben :)

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  2. Oh je... du scheinst ein sehr zartes Pflänzchen zu sein. Bzw. einfach sehr nachdenklich. Ich bin es auch - aber das was du beschreibst, ist schon krass.

    Die Sorgen, von denen du sprichst, hat eigentlich normalerweise jeder zweite Studienanfänger. Und wenn die Zeiten sich ändern merkt man ganz schnell wie vergänglich auch so manche tolle Freundschaft ist. Ich könnt auch jedes Mal heulen, wenn ich dran denke, aber so ist es wohl im Leben. Dafür trifft man manchmal ganz tolle neue Leute - auch wenn man nicht gerade der "outgoing" Typ ist.

    Ich hoffe, dass dir die Zeit zum Nachdenken abhilfe verschafft, da du sehr ängstlich zu sein scheinst. Ich will dir jetzt auch nichts schlechtes einreden, nur wird es in der Regel nicht einfacher im Leben, je älter man wird. Vlt. versuchst du das ganze irgendwann so zu akzeptieren wie es ist: unsicher und immer ein Risiko. Oder du suchst dir anderweitig Hilfe. Valium allein kann's ja nicht sein...

    Ich studiere bereits den Master und weiß nicht mal genau was ich machen soll. Früher war ich ähnlich wie du, aber das Studium und das neue Leben in einer anderen Stadt hat mich verändert. Ich bin lockerer geworden. Immer noch sehr nachdenklich und eher negativ eingestellt, aber immerhin locker.

    Habe auch vor ca. 1 Jahr auch einen "Zukunftsangst"-Post geschrieben. Vlt. interessiert es dich gerade: http://my-eye.blogspot.de/2011/12/die-zukunft.html

    Ich wünsche dir eine schöne Zeit bei deiner Tante und hoffe du kannst abschalten.

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  3. Ein interessanter Post, zu dem ich auf jeden Fall ein Paar Gedanken loswerden möchrte.
    Die Gedanken und Zukunftsängste nach dem Abi hat denke ich mal jeder. Sicher, gibt es dirse Art von Menschen "Seit ich 5 Jahre alt bin, möchte ich Lehrerin werden". Klar, auf die war ich zu gegebener Zeit auch ziemlich neidisch. Denn ich stand auch ziemlich ratlos da.
    Dass kein Beruf alle Anforderungen erfüllt ist auch klar. So einen wie du beschreibst hätte ich später auch gerne ;) und dass die Fragen immer häufiger werden, was ich denn machen möchte, das kenne ich auch zu gut.
    Zweifel hat man übrigens immer. Auch wenn man schon mit irgendwas angefangen hat und damit zufrieden ist. Finde ich damit später einen guten Job? Schaffe ich überhaupt mein Studium? Vielleicht hätte ich stattdessen doch lieber.....gemacht?
    Life Science Engineering hört sich übrigens sehr nach dem an, was ich auch studiere (Molekulare Biotechnologie). Kannst auch gerne mal bei mir vorbeischauen und darüber nachlesen.
    Und die Sache mit den Freunden passiert bei allen nach der Schule so. Man lebt sich auseinander und man hat nicht mehr so wirklich viel miteinander zu tun. 1,2 Freunde bleiben vielleicht. Ist normal und passiert bei den meisten - auch wenn es auf den ersten Blick traurig und enttäuschend ist.
    Das mit der WG ist auch ärgerlich, sicher. Aber so sind Menschen nun mal. Enttäuschend. Das kann man eben nur akzeptieren.
    Und wegen der Wohnung so früh aufzugeben, finde ich falsch. Ich kenne Leute, die jetzt immer noch keine haben, aber trotzdem weiter suchen und nicht aufgeben. Und finden dann auch was!
    Zum Thema Bafög: wenn deine Eltern wirklich nicht die Mittel haben, um dich zu unterstützen, dann kriegst du es. Dauert zu Anfang des Semesters natürlich etwas, aber wenn mans rechtzeitig beantragt hat, kriegt man es naträglich alles ausgezahlt. Ich weiß natürlich nicht, ob bei euch die Preise für die Wohnungen wirklich so hoch sind (hier bekommst du für 400 € schon eine kleine 2-Zi-Wohnung), aber es lässt sich irgendwie machen. Studentenwerkbeitrag beinhaltet normalerweise das Nahverkehrsticket und je nach Uni kann man mit diesem auch in der Umgebung rumfahren und nicht nur in der eigentlichen Unistadt. Aber da musst du dich erkundigen, wie es genau ist. Und was Studiengebühren angeht, ich habe gehört, dass die teilweise erlassen werden, für Leute, die sie überhaupt nicht bezahlen konnten. War zumindest bei usn früher so, als es noch Studiengebühren gab.
    Nebenjob findet sich auch ganz sicher, ich habe noch nie von Studis gehört, die keinen Nebenjob gefunden haben.
    Mit dem Vermieter lässt es sich wegen der Miete auch reden, und soweit ich weiß gibt es vom bafög-Amt auch sofort-Auszahlungen, wenn man eben droht sonst zu verhungern und auf der Straße zu landen.
    Wie gesagt, es gibt immer Mittel und Wege. Wenn man es eben wirklich möchte.
    Ob du natürlich Freude an einem naturwissenschaftlich-technischem Studium hast, kann dir keiner beantworten. Mir machen zB im Studium einige Sachen Spaß, die ich früher so gar nicht gemocht habe (Chemie!) Manche Sache find ich doof, aber sowas gibts in jedem Studium und da muss man eben durch.
    Und noch was: ich glaube kaum, dass du in nem halben Jahr (btw fangen die wenigsten Studiengänge zum SoSe an) oder nem Jahr vom nachdenken schlauer wirst. Probieren geht über studieren. Im wahrsten Sinne des Wortes! Lieber irgendwas anfangen, schauen, obs Spaß macht...wenn nicht, wechselt man eben. So hat man in dem Jahr eben was gelernt, eine neue Erfahrung gehabt. und wenn du nichts probierst, bist nach einem Jahr genauso schlau wie vorher.
    Ich denke, du solltest dein leben nicht mehr so abhängig von anderen machen. Und mutiger sein, auch Sachen riskieren. Ich finde ehrlich gesagt, deine Entscheidung etwas vorzeitig gefällt. Aber das kann man wohl nicht mehr ändern....

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  4. wow! ich wünsche dir ganz viel Glück und Kraft, dass du den richtigen Weg für dich findest.

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  5. Hey Katharina,

    kopf hoch! ich kann mir gut vorstellen das einem dieser ganze Kram ganz schön fertig machen kann wenn man "anscheinend" alleine ist. Da ich das alles schon hinter mir habe (Wohnungssuche in einer fremden Stadt 400km von meiner Heimat entfernt, Studium und was kommt danach?) kann ich dir nur sagen, das ganze ist halb so wild :D auch ich habe bafög bekommen, ein taschengeld von meinen eltern, aber um alles zu bezahlen muss man zwangsläufig nebenbei jobben, das bleibt nicht aus, auch wenn es irgendein doof job ist, ich hab zum beispiel beim bäcker gearbeitet.
    wenn du nicht mit deiner freundin zusammen ziehen kannst, dann ziehe doch in eine bereits bestehende WG, vielleicht findest du so etwas. ich weiß, es ist anfangs schwierig mit fremden menschen in einer neuen wohnung zu leben und alles was man will ist einfach wieder nach hause zurück zu gehen. aber nach einiger zeit legt sich das auch wieder, man lernt neue leute kennen und schwupsdiwups, hat man gar kein heimweh mehr. Unsere wohnung war auch wirklich winzig, neben dem bett stand direkt der kühlschrank, so wie du es beschrieben hast :D aber während des studium muss man nun mal abstriche machen, das ist einfach so. man muss lernen mit dem geld was einem zur verfügung steht umzugehen und manchmal hatten wir in der letzten woche des monats gar kein geld mehr und mussten uns was bei freunden leihen :D all das gehört irgendwie dazu und wenn man diese erfahrungen nicht selber schon einmal gemacht hat, dann kann man daraus auch nichts lernen. man muss auf vieles verzichten, das zu hause einfach selbstverständlich war, aber irgendwann ändert sich das ja auch wieder ;) was den studiengang anbeglangt, kann ich nur sagen, hör auf dein herz und mach nichts womit du später vielleicht unglücklich bist. ich finde immer das wichtigste ist das man spaß hat, egal ob man jetzt total viel geld verdient oder nicht, klar sollte es zum leben ausreichen, aber naja, ich denke du weißt schon was ich meine. halt die ohren steif, du schaffst das schon. ich wünsche dir viel glück für deine künftigen entscheidungen und hoffe du triffst für dich die richtigen :)

    liebe grüße anne

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  6. Ich Wünsche dir ganz viel Glück und Stärke deinen weg zu finden!
    Schau mal bei liebesbotschaft.blogspot.de vorbei, unter Inspiration gibt es bei Ihr tolle Texte, was Ängste und Träume betrifft, vielleicht hilft es dir ja :)
    Liebegrüße <3

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  7. Wow, echt "toller" Text.
    Es ist irgendwie traurig, so etwas zu lesen. Ich hoffe es geht dir bald besser!
    Und ich denke, dass das die richtige Entscheidung war, den Studienplatz sausen zu lassen! Finde in der freien Zeit lieber zu dir, mach vielleicht Praktika oder Ähnliches und dann startest du in nem halben oder einem Jahr durch! Ich denke das bringt einem mehr, als wenn man sich zu irgendetwas zwingt. Alles Gute für deine Zukunft! :)

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  8. Ich finde das gut, dass du das deinen besorgten Lesern besser erklärst. Ich meine, es gibt eine Menge nervige Leute, die jammern in ihren Blogs in jedem Post über ihr ganzes Leben und das finde ich dann furchtbar anstrengend und die verfolge ich auch nicht weiter. Aber deine Sorgen sind berechtigt und ich kenne sie. Ich habe ein Jahr lang in München studiert nur um fest zu stellen, das ist es gar nicht. Eine Menge Geld reingesteckt, nicht viel mit genommen außer eine unglückliche Liebe zu einer unbezahlbaren Stadt. Jetzt mache ich in Nürnberg ein dreimonatiges Praktikum, danach wollte ich noch eins machen, dann ein paar Monate arbeiten. Und hoffentlich zum nächsten Wintersemester wissen, was ich will. Ich weiß nämlich wie du (auch nach einem Jahr studieren) noch nicht, wohin ich eigentlich mit mir möchte. Fotografie ist schon mein größtes Hobbys und das Praktikum (bei einem Fotograf) sagt mir auch wirklich zu. Momentan fotografieren wir für einen Katalog und das ist etwas langweilig. Aber ich habe schon viel gelernt und nächste Woche fotografieren wir für ein Prospekt wirklich interessante Menschen.
    Entschuldige, ich wollte jetzt nicht anfangen dir mein halbes Leben zu erzählen. Ich meine nur, auch wenn du keine Ahnung hast, es kommt dann irgendwie von selbst :)
    Genieße deine Zeit in München. Fahr in den Olympiapark, guck dir aus der Ferne die Alpen an. Hat was beruhigendes.
    Ich fahre übrigens jetzt gleich auch nach München. Unter anderem um mein Zimmer noch fertig auszuräumen.
    Gute Besserung und ich hoffe du nimmst dir das nicht zu sehr zu Herzen, dass du noch keine Ahnung hast. So wie dir geht es viel mehr Menschen als du denkst.
    Viele Grüße,
    erster anonymer Schreiber.

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  9. ich kann dich gut verstehen.

    aber weißt du was? nach schlechten zeiten kommen immer gute zeiten. und nach besonders schlechten zeiten kommen besonders gute zeiten.

    du musst jetzt erst mal den kopf frei bekommen. ich wünsch dir alles, alles gute!! :)

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  10. Für mich hört sich das eher so an, als ob du den Weg in dich rein finden müsstest.
    Ich erkenne viele Facetten von mir selbst in deinem Text wieder: Ehrgeiz, Perfektionismus, lieber drei Mal drüber geschlafen als spontan ja gesagt.
    Auch ich habe eine turbulente Zeit hinter mir: Letztes Jahr habe ich meine erste eigene Wohnung bezogen (teuer, aber wenigstens nicht vom Schimmel befallen, wie alle anderen, die ich mir angesehen habe), habe mir einen Nebenjob gesucht, mein Studium angefangen; mein Freund hat sich getrennt, kam zu mir zurück, seit 2 Monaten ist wieder Schluss. Wir waren fast drei Jahre zusammen.
    Und ich habe gelernt, dass man einfach nur mal anfangen muss. Denn das Leben geht weiter, unaufhörlich. Und ich finde nicht, dass das etwas Beängstigendes ist, sondern etwas sehr Tröstliches und Aufbauendes.

    Ich hoffe, du findest deine innere Ruhe wieder und findest heraus, was du wirklich willst.
    Aber stehen bleiben solltest du nie; es ist nämlich auch nicht schlimm, etwas anzufangen und dann zu sagen: Halt, das ist doch nicht das, was ich will!
    Weil du hast es immerhin probiert. Und das können Angsthasen nicht von sich behaupten.

    Herzlichste Grüße,
    Anna

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  11. herjemine - ich kann dich verstehen, wirklich!

    ich musste ebenfalls lange überlegen was ich mache, habe stundenlang, wochenlang, monatelang keine ahnung was ich machen will, was kann ich überhaupt? photografieren, aber will ich das? nein.

    lange habe ich überlegt und mich schlußendlich für lehramt eingeschrieben, why not - mit kindern konnte ich immer gut und das wird schon.
    0b ich es schaffe sei dahin gestellt, wenn schon denn schon.
    es geht nach greifswald, mein freund machte schluss, meine beste freundin war enttäuscht weil ich nicht hier bleiben würde - ALLES AUFEINMAL!

    mittlerweile hat sich bei mir alles eingependelt, und ja ich habe es geschafft meine traumwohnung zu finden, meine freunde gehen jetzt alle selber weg, mein ex-freund hat sich eh erledigt und jetzt nur noch das nervige warten auf die letzte bestätigung mit dem studienausweis.

    ich habs auch geschafft, fliege jetzt noch nächste woche in den süden und werde abschalten.

    du wirst das auch alles schaffen, einfach kopf abschalten und ja es ist alles blöd aber du packst das, wirklich.

    ''rolf zuckowski - ich schaff das schon'' mein anker in der größte not, hör es dir an!!

    ich glaube ganz ganz fest an dich so wie ganz viele andere menschen, fühle dich gedrückt, ganz liebe grüße

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  12. Ich weiß wirklich nicht, was ich dazu schreiben kann - es tut mir wirklich leid, wie das alles bei dir gelaufen ist, aber ich wünsche dir viel Kraft und dass du da irgendwie wieder raus kommst. Nimm dir die Zeit, ich find das vollkommen richtig - studieren kann man auch ein paar Jahre später, wenn man sich absolut sicher ist. (Und ich denke du bist da wirklich nicht alleine mit der Angst vor der Zukunft, ich zerbrech mir auch schon den Kopf darüber, was ich in einem Jahr studieren will und hab Angst, dass ich mich für etwas entscheide, was ich hinterher doch nicht so gut finde. Das mit dem "richtigen" Erwachsenwerden ist leider alles nicht so einfach.)

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  13. Ich bin mir sicher, dass du genau das richtige machst. Dank G8 wurde dir ein Jahr geschenkt, dass du jetzt nutzen kannst, um dich in aller Ruhe, ohne jeglichen Zeitdruck, zu orientieren und ich glaube, dadurch kann sich auch deine Angst abbauen. In der heutigen Zeit wird von uns jungen Menschen wirklich sehr viel erwartet. Erstmal müssen wir hier in Bayern durch das bayerische Abitur, quälen uns durch die schriftliche Matheprüfungen und durch das restliche Übel. In der Zeit hat man nichts anderes im Kopf als die anstehenden Prüfungen, auch schon vor dem Abi zählt nur noch die Schule und die Punktzahlen. Sich einmal in Ruhe hinsetzen und sich über seine Zukunft sicher werden, ist nicht drin. Und plötzlich steht man da mit seinem Abitur und soll entscheiden, was man studiert. Bei den zulassungsbeschränkten Fächern muss man sich sogar spätestens zwei Wochen nach dem Abi bewerben. Eine viel zu kurze Zeit, um Entscheidungen, die in Verstand und Herz im Einklang sind, zu treffen. Ich selbst habe mir immer wieder viele Gedanken gemacht und kam lange nicht auf ein Ergebnis. Ich hatte zwar den Vorteil, das ich sehr naturwissenschaftlich begabt und begeistert bin, aber selbst da ist das Spektrum riesig. Am Ende bekam ich für meinen Traumstudiengang auch nur Absagen und stand mit leeren Händen da. Nun bin ich in Erlangen für Biologie eingeschrieben und habe riesige Angst, dass es mich nicht glücklich machen wird. Aber ich stürze mich einfach mal hinein.
    Aber wie gesagt: So, wie du es machst, kann es nur richtig sein. Ich wünsche dir ganz viel Glück, viel Ruhe und eine wunderbare Zeit. Ich bin mir sicher, dass deine Zeit auch kommen wird, in der du deinen Weg findest.

    Liebe Grüße :)

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  14. Ich habe jetzt deinen ganzen Text gelesen und kann dich irgendwo verstehen. Ich bin jetzt zwar noch ein paar Jahre jünger als du, verstehe aber vollkommen deine Angst vor der Zukunft und vor den damit zusammen hängenden Entscheidungen. Bei mir fängt es schon an, wenn wir von der Schule aus ein Praktikum machen müssen. Jeden Tag denke ich daran, dass ich mich darum kümmern muss und darüber nachdenken muss. Ich habe echt Angst ein falschen Praktikum zu machen und mir dann später zu denken: "Hättest du mal lieber das und das gemacht..". Vielleicht sind meine Ängste mit deinen garnicht vergleichbar aber ich hoffe ich kann dir irgendwie helfen mit ein wenig Unterstützung. Ich kenne Leute die haben tausend mal ihr Studium abgebrochen und sind trotzdem glückliche Menschen!
    Ich hoffe du schaffst das Alles und denk einfach nicht zu viel nach, triff dich mit Leuten und stürtz dich auch mal in ein Abenteuer. Geh zum Beispiel einfach mal allein tanzen, lebe dein Leben und genieß es!

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  15. Merk dir: Du hast Zeit. Du hast alle Zeit der Welt. Wie du schon selbst sagtest, die "verlorenen" Semester werden deine Zukunft nicht versauen. Im Gegenteil. Vermutlich wäre es andersrum gewesen, nämlich fehlinvestiertes Geld. Etwas zu studieren, weil man jetzt was studieren sollte, weil alle andere es machen, sollte man unbedingt unterlassen. Ich bin der Meinung, du hast die richtige Entscheidung gefällt. Studieren kannst du auch später und vor allem etwas, was dich WIRKLICH interessiert und nicht einfach "interessant" ist. Du hast dein ganzes Leben noch vor dir (hört sich zwar an wie eine Floskel, aber es stimmt). Probier dich aus, du hast Zeit.
    Wenn du wieder bei klaren Gedanken bist, mach ein paar Praktika. Warum nicht was mit Medien, Design, dieser kreative Kram? Bin zwar auch nicht so der Fan von "Hobby zum Beruf" machen, weil Hobby etwas für mich ist, wo ich Zeit für mich habe und es nicht zwangsweise machen will, aber es gibt Leute, die haben's gemacht und immer noch sehr viel Spaß daran.
    Genauso gibt's Leute, die zu ihrem Traumberuf erst viele Jahre später gekommen sind. Festlegen ist so'ne Sache. Bringt zwar Sicherheit, aber wenn's der falsche Beruf ist, gehst du daran kaputt. Denk immer daran, du hast so viele Freiheiten. Nutz sie aus. Man muss nicht gleich nach der Schule studieren. Und eigentlich muss man nicht mal ein Studium abschließen, wenn man schon gleich den richtigen Beruf hat.
    Ein Studium ist etwas Zusätzliches, das zwar die Berufschancen erhöhen kann, aber nicht muss. Es ist nicht etwas, dass du UNBEDINGT SOFORT machen MUSST, sondern KANNST. Das wird leider zu schnell vergessen.
    Damit möchte ich aber nicht raten, überhaupt nicht zu studieren, sondern dir nur zeigen, dass du viele Freiheiten hast, wie du dein Leben gestalten kannst. :)
    Ich hoffe, das nimmt dir ein bisschen die Angst.

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  16. Hey, das tut mir echt Leid, dass du das alles erleben musstest.
    Ich verstehe dich auch vollkommen, dass du Angst hast irgendwelche falschen Entscheidungen zu treffen, die du später bereuen wirst.
    Ich hoffe, du findest bei deiner Tante wieder zu dir selbst und alles wird sich früher oder später zum Guten wenden. :)
    Gib auf jeden Fall nicht auf!

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  17. Oh man, weißt du eigentlich wie du mit aus der Seele sprichst? Du tust mir so Leid, wirklich:/ Sowas hat niemand verdient .. so viel Doofes aufeinmal und dann noch die Zukunft, das ist echt krass. Ich kann nachts manchmal auch nicht schlafen, weil mir die Angst vor der Zukunft plagt, zum Glück hab ich noch Zeit, bis ich erst mal mein Abi (hoffentlich?) in der Tasche habe .. dafür wünsche ich dir nur umso mehr Glück damit du hoffentlich Spaß am Studium hast und das dein Leben wieder glatter läuft, du packst das! <3

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  18. Hey, x3
    irgendwie erinnerst du mich an mich selbst.
    Du bist ja noch ‘jung‘ und hast genug Zeit viele Sachen im Leben auszuprobieren. Du könntest ja jetzt erstmals versuchen das Studium durch zuziehen. Dein bestmögliches geben und danach wenn du das Gefühl hast, hm schei.. das macht mir doch nicht so viel Spass, dann kannst du ja immer noch weiter schauen und vielleicht ein paar Praktikumstage absolvieren in anderen Betrieben was dir so Spass macht und woran du Interesse hast. Und mit einem Studium bist du immer gut abgesichert und sammelst Pluspunkte. Auf jeden Fall wünsche ich dir viel viel Glück und ich hoffe das dass mit deinen Freundinnen besser wird. Alles Gute weiterhin im Beruf und auch Privat. ;)

    LG =)

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  19. Ich kenn' das.
    Ich möchte alles perfekt haben und glücklich sein, aber dadurch, dass ich ständig darüber nachdenke und alles geplant haben will und alles, was ich mache tausende Male hinterfrage, setze ich mich selber so unter Druck, sodass aus Kleinigkeiten riesige Probleme werden! Dabei wäre das Leben so viel einfacher, wenn man nicht so viel nachdenken würde!

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft, du schaffst das! Und ich finde es gut, dass du jetzt noch etwas wartest, dann wirst du dir über viele Sachen noch klarer.
    :)

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  20. Ich hab's mir durchgelesen und du Arme, das tut mir so schrecklich Leid!
    Aber ich kann dir eins sagen, Freunde die dich verlassen waren nie richtige Freunde, es tut weh aber die Freunde die zu dir halten auf die ist immer verlass, ich selbst musste diese Erfahrung auch schon machen.
    Du stehst das durch, liebes! ♥

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  21. Erstmal möchte ich dir wünschen, dass du bald aus diesem Schlamassel herauskommst :)
    Ich habe mit voller Absicht das eher flapsige Wort "Schlamassel" benutzt, da ich finde, dass du dich viel zu sehr in etwas hineinstresst, das diesen Stress nur bedingt verdingt.
    Natürlich ist eine gute, gesicherte und vor allem glückliche Zukunft das Allerwichtigste, aber es ist nicht richtig, nicht normal (!), dass sich ein so junger Mensch - selbst wenn er kein Dauer-Sonnenschein ist - in einen derartigen Zustand (Angstzustände, Schlafstörungen, Notwendigkeit von starken und gefährlichen Medikamenten) versetzt. Angst und Zweifel zu haben, ist vollkommen normal. Aber ich glaube, dass vieles auch eine Sache des Kopfes ist.
    Du solltest vielleicht diese Zeit bei deiner Tante nutzen, um einmal Abstand von allem zu bekommen und alles aus einer neuen Perspektive zu betrachten: Vielleicht ist Studieren doch nicht das Richtige für dich? Gegen Ausbildungen spricht schließlich auch nichts. Oder ein Zwischenweg? Duales Studium?
    Wahrscheinlich hast du dich über all das schon ausführlich informiert, aber ich will damit nur noch einmal zeigen, dass es viele Wege gibt - einer ist bestimmt für dich dabei :)
    Ich hoffe, dass auch in deinem Liebesleben alles wieder in Ordnung kommt.
    Ich drücke dir die Daumen für deine Zukunft und entschuldige mich, diesen wahrscheinlich total unnützen Roman verfassst zu haben - Liebe Grüße

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  22. Ich wünsche dir unendlich viel Gutes für die Zeit die jetzt uf dich zukommt. Ich kenne dich zwar nicht aber glaube an dich das irgendwann wieder ein helles Licht an deinem Himmel scheint. Gib nicht auf!

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  23. Bevor du irgendwas machst was du später breust, nimm dir einfach die Zeit die du brauchst. Ist doch egal ob du erst mit 20 anfängst zu studieren und bis dahin einfach zuhause bleibst und jobbst. Okay, ich les deinen blog schon seit jahren, und du hast ja mal geschrieben dass du mit deiner mum nicht klar kommst, aber bevor du in einem loch wohnst und dich durch ein studium quälst dass dich nie glücklich macht... Oder du kannst ja auch eine ausblindung anfangen, bis du weißt was du machen willst. mit abi kriegst du die ausblidungen ja praktisch im handumdrehen und da verdienst du ganz nebenbei noch ein paar kröten

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  24. Wow, zunächst einmal muss ich sagen, dass ich dich für diese Offenheit echt bewundere!

    Ich muss sagen, dass wir uns recht ähnlich sind (soweit ich das beurteilen kann) nach all den Sachen, die ich inzwischen gelesen habe in der Zeit, in der du deinen Blog nun hast, daher kann ich dich vollkommen verstehen! Es bringt nichts, wenn du nicht glücklich wirst, wenn dich das nicht glücklich macht.

    Ich meine, wie viele Leute nehmen sich nach der Schule eine Auszeit, gehen ins Ausland oder bleiben einfach zu Hause und genießen die Zeit, also mach dir darüber echt keine Gedanken. Auch mit dem Studium wird es glaube ich das Beste sein, wenn du es wirklich willst. Wenn du mit "ich muss" bzw. "ich habe mir das und das ziel gestellt, das muss erreicht werden" anfängst, wird das nicht wirklich was. Ja, vielleicht würde sich deine Einstellung dann mit der Zeit ändern, aber komm, es soll doch irgendwie eine Erfüllung sein, wie du schon beschrieben hast.

    Hm, und mit der Frage "was will ich überhaupt" stehst du nicht alleine da. Mein Bruder wollte schon seit er 6 jahre alt ist pilot werden. er hat es erreicht. und ich? ich weiß nicht, was ich will. das ist ein grund, weshalb ich das austauschjahr mache. ich möchte herausfinden, was ich will. einfach auf "stop" drücken und ein bisschen mich selbst kennenlernen. das solltest du jetzt wohl auch lieber tun!

    (Und was deinen Freund angeht: Wenn er der Richtige ist, wird er deine Launen und all das in letzter Zeit wohl irgendwie tolerieren müssen. Du liebst ihn, also bemüh dich um ihn. Jetzt hast du Zeit und er kann dir wohl am Besten helfen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen.)

    Lass dich nicht hängen!
    Allein dein Blog zeigt doch schon, dass wenn du etwas anpackst, es gut werden kann. Du musst es nur wollen.

    in Liebe: Laura

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  25. Ich bin ein bisschen sprachlos, nachdem ich das nun alles gelesen habe und da ich sowieso kein Mensch der großen Worte bin, möchte ich dir einfach nur alles Gute wünschen!
    Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um dich zu erholen und klarere Gedanken über dich und deine Zukunft zu machen.
    Und wenn du dann wieder ein konkreteres Ziel vor Augen hast, wünsche ich dir ganz viel Erfolg für den gewählten Weg und dass man dir nicht wieder so viele Steine in den Weg schmeißt.

    Ein bisschen habe ich mich aber auch in deinem Text wiedergefunden. Ich musste für meine Ausbildung, die ich nun gerade begonnen habe, etwa 350km von zu Hause wegziehen und habe mir auch wirklich lange Gedanken darüber gemacht, ob ich das überhaupt will oder kann. Fest stand nur immer, dass es nicht mein absoluer Traumberuf ist, von dem ich aber ganz einfach nicht weiß, welcher es ist.
    Zeitweise ging es mir jedenfalls auch sehr schlecht, weil ich mir viel zu viele Gedanken gemacht habe und Ängste vor allem möglichen entwickelt habe und nur noch dachte, ich würde in mein Verderben rennen.
    Nun habe ich es aber bis hierher durchgezogen und es geht mir aktuell erstaunlich gut dabei.
    Was ich damit sagen will: Man muss auch mal etwas wagen, über seinen Schatten springen und kann oder sollte nicht immer darauf warten, dass einem plötzlich der perfekte Plan über den Weg läuft, womit ich dir jetzt aber gar nichts unterstellen will Nicht, dass du mich falsch verstehst.

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  26. Ich wünsch dir auf jeden Fall alles alles Gute dabei! Du schaffst das! Und wenn du meinst dich mal einer komplett Fremden anvertrauen zu wollen kannst du mir jedezeit schreiben!

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  27. ich kan dich nur zu gut verstehen. die zeit nach dem abitur kann unter umständen ganz schön schwierig sein. nach der ersten hochphase und euphorie kommt unter umständen sehr schnell die totale ernüchterung. ich gehöre damals zwar auch schon zu denen die schon seit jahren wussten was sie wollten, aber dummerweise hat das eben nicht gleich alles so geklappt wie ich wollte. dadurch war das auch für mich eine recht schwere zeit...
    und ich musste mir zumindest keine gedanken um die finanzierung und wohnung machen. ich kann mir vorstellen, dass ich dann noch in ein viel tieferes loch gefallen wäre.
    ich hoffe also, dass du es schaffst dir ein bisschen zeit zu nehmen, um zur ruhe zu kommen und dann mit klarerem kopf ein paar entscheidungen treffen kannst.
    aber ganz ehrlich: nur weil man mit der schule fertig ist, muss man auch nicht gleich wissen wo einem das ganze restliche leben hinführen soll. manchmal dauert es eben etwas länger bis es klick macht.

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  28. Ich will mich auch in Deine kleine Armee des Positivismus einreihen, die hier virtuell aber fest hinter Dir steht !!!

    Schmeiß die Tabletten ins Klo und laß Dich von nichts und niemandem unter Druck setzen! Auch nicht von Dir selbst.

    Als Münchner würde ich im Gegensatz zu meinem Mit-Kommentatoren statt Olympiapark eher den Englischen Garten als Seelenbaumelort vorschlagen. Wenn Du gut zu Fuß bist, fang beim Müllerschen Volksbad an bis zum Friedensengel (sagt doch schon alles, oder?), dann über die Luitpoldbrücke und Prinzregentenstraße zu den Eisbachsurfern (die es, wie uns alle, immer wieder ins eiskalte Wasser haut) und dann ab in die Grüne Lunge Deines Asyls.

    Wie auch immer: Das wird schon!!!!!!!!!!!!!

    Grüße
    Christian

    P.S.: Eine weitere von vielen Möglichkeiten: Ein soziales Jahr (oder Praktikum) im Bereich Film/Fotografie.

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  29. Hallo Katharina,

    du musst wissen: das Leben insgesamt ist NICHT planbar ;-)

    Dann: "früher", d.h. BEVOR dieser dumme Bachelor-Abschluss kam, musste i.d.R. bei einem techn. Studiengang ein 13 wöchiges Vorpraktikum machen.
    So etwas wäre für dich momentan das Beste, da könntest du ein wenig in die Materie hineinschnuppern.
    Ob einem ein Studium aber liegt, kann man niemals sagen, bevor man eben nicht angefangen hat zu studieren ;-)
    Vielleicht solltest du eine Lehre beginnen? Z.B. Biol. techn. Assistentin? Dann hättest du es sowohl im Studium leichter als auch später bei den Bewerbungen für die erste Stelle.
    Denn das heutige Bachelor-Studium ist Schrott, da nicht nur Inhalte, sondern auch Praxisanteile stark gekürzt wurden. Da profitiert man heutzutage von einer Lehre mehr als früher.

    Was für dich speziell aber wohl momentan das Allerbeste ist: denke die nächsten Monate nicht zu sehr über ein Studium etc. nach, jobbe ein wenig (des Geldes wegen) und reise mal 2-3 Monate umher. Sowas macht den Kopf wieder klar :) . Zudem bringt es oftmals neue Erkenntnisse über dich selbst.

    Außerdem gibt es mittlerweile genug Projekte, in denen man mitarbeiten kann (Nationalparks, wissenschaftliche Einrichtungen etc.). Wär doch auch was.

    Herzliche Grüße,
    Polarfuchs

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