via Weheartit
Du hast wirklich gut begonnen und es gab Zeiten, da war ich ganz fest davon überzeugt, dass du mit gigantischem Abstand das beste Jahr in meinem bisherigen Leben sein wirst. Und dann kam alles anders und ich war der Meinung, dass du das schlimmste überhaupt bist. Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass du das Jahr bist, in dem ich am meisten über das Leben und mich selbst gelernt habe. Und deshalb verabschiede ich mich jetzt sowohl mit einem lachenden, als auch mit einem weinenden Auge von dir.
Danke für die Erinnerungen, aber es ist an der Zeit, nach vorne zu sehen.

Ich wünsche euch allen eine schöne Silvesternacht und ein gutes Jahr 2013 :)


...oder präziser ausgedrückt: Seine Show!

In diesem Sinne: Ich hoffe, ihr habt die Weihnachtsfeiertage alle gut überstanden und findet das hier zumindest annähernd so lustig, wie ich :)
Es ist noch nicht mal (oder besser gesagt vorerst nicht mehr) richtig Winter und ich vermisse schon wieder den schönen, warmen Sommer. Also hab ich ein bisschen in meinen Foto-Archiven gekramt und einiges gefunden, was ich hier noch nie gepostet hab. Hole ich an dieser Stelle kurz vor Weihnachten also nach, damit ihr auch ein bisschen Sehnsucht kriegt und ich nicht ganz alleine leide. Klingt recht fair, finde ich ;)
#339 #338 #350
#345
#340 #343 #344#342
Zu meiner Vereidigung: Bei dem matschigen Wetter zur Zeit kann man auch gar keine schönen neuen Fotos machen.

Eine Frage habe ich noch: Besteht Interesse an einem oder eher ein paar "Grundlagen der Fotografie und Bildbearbeitung"-Post(s), in denen ich erklären, wie ich für gewöhnlich vorgehe und worauf ich achte?
Dann würde ich mich nämlich demnächst mal daran machen, vorausgesetzt natürlich, die Welt geht morgen nicht unter ;)
#337


"Bring me home in a blinding dream through the secrets that I have seen.
Wash the sorrow from off my skin and show me how to be whole again.
'Cause I'm only a crack in this castle of glass.
Hardly anything there for you to see."
Linkin Park - Castle of Glass
#321 #235 #322 #234 #323 #236
Einen schönen Nikolaus-Tag wünsch ich euch da draußen :)
"Die Flüsse von London" und "Schwarzer Mond über Soho" von Ben Aaronovitch kann ich allen Krimi-Lesern, die sich auch für Fantasy und Zauberei begeistern können, wirklich nur weiterempfehlen. Ich freu mich schon auf die Fortsetzungen! "Hummeldumm" von Tommy Jaud - Naja... seine anderen Bücher fand ich sehr lustig, also hab ich mir etwas mehr davon versprochen, aber okay war es trotzdem. "Entsetzen" von Karin Slaughter ist ein durchaus spannender Thriller und vor allem, als es dann langsam zur Auflösung kam, konnte ich es kaum noch zur Seite legen. Außerdem hab ich mit der Tinten-Trilogie, also dem ersten Band "Tintenherz", von Cornelia Funke begonnen. Ich hab das vor vielen Jahren schon mal gelesen und damals von einer Freundin ausgeliehen, jetzt hab ich die schönen Hardcover aber kostengünstig bei rebuy erstanden und anstatt neu ca. 60€ zu zahlen, nur in etwa 20€ für tadellose, gebrauchte ausgegeben. Kann ich exzessiven Lesern also auch weiterempfehlen, das schont den Geldbeutel ;) 

Vielen lieben Dank auch noch für das positive Feedback zum neuen Design. Hat mich gefreut, dass es gut ankommt.

Und jetzt wünsche ich euch allen noch einen wunderbaren, winterlichen Start in den Dezember! Ich melde mich dann vermutlich Mitte nächster Woche mit hoffentlich vielen vorweihnachtlichen Fotos wieder ;)

PS: Löchert mich doch mal wieder mit Fragen auf Formspring! Den Link findet ihr ja oben im Menü.
Außerdem läuft momentan eine Blogvorstellung auf Herzmelodie
Toller Blog mit noch tolleren Fotos und zu wenig Lesern.
Also dringend mal vorbeischauen und staunen ;)
#316 #317 #318
Ab morgen stehen in der Wettervorhersage wieder Minusgrade geschrieben. Und Schneeflocken. Mmh...
Ich hab ja schon angekündigt, dass ich mit meinem Blogdesign nicht mehr so ganz zufrieden war und hab auch schon eine mögliche Variante präsentiert. Letztendlich war ich damit aber auch nicht glücklich, deshalb fällt die Veränderung doch etwas größer aus. Ich brauch das gerade einfach, um mir das Bloggen wieder etwas schmackhafter zu machen. Also, nicht, dass es mir keinen Spaß mehr machen würde, aber ein neues Design bringt immer eine ganze Ladung frische Motivation mit sich, finde ich.
Ich hoffe, ihr könnt euch damit anfreunden ;)
"I've tried but I couldn't find any warning of you dear
It's hard to make any sense of what I feel here.
All I know is that my days go on and on
Without you here, without you here."
Greg Laswell - Days go on
#314 #315

Ich muss zugeben, dass ich mir jetzt nicht jede einzelne Bewerbung angeschaut habe. Mittlerweile findet sich unter meiner Blogvorstellungsaktion eine schier endlose Liste aus Kommentaren mit Links, dass ich den Überblick ein bisschen verloren habe. Da ich heute allerdings mal wieder Lust hatte, ein paar Blogs anzuschauen und weiterzuempfehlen, hab ich einfach wahllos ein paar Links angeklickt und hier folgt jetzt eine kleine Ansammlung von Blogs, dich ich als lesenwert empfunden habe. 
Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!


Und zum guten Schluss noch ein kleines "persönliches Anliegen": Der Blog von einem Freund von mir. Der würde sich über ein paar Besuche und Leser sicherlich auch riesig freuen ;)
Ich schreibe jetzt ganz bewusst nicht total entsetzt, dass es doch tatsächlich schon im Oktober geschneit hat! So selten ist das schließlich auch wieder nicht, vor allem nicht hier in meiner Gegend. Nur der plötzliche Umschwung von 20° letztes Wochenende auf Minusgrade an diesem macht das ganze etwas irreal und unglaublich. Dafür schreibe ich aber wie jedes Jahr, dass ich das ganz schrecklich und fürchterlich finde, weil ich Schnee und Kälte wirklich nicht ab kann. Warum ich dann trotzdem draußen war und ein paar wenige Fotos gemacht habe, tja, keine Ahnung. Vielleicht, weil ich finde, dass Schneedecken etwas friedliches haben und man in dicken, warmen Schuhen gar nicht bemerkt, wie nass und pampig alles ist. Außerdem schmeckt eine heiße Tasse Tee, an der man sich seine steifen Finger wieder gewärmt hat, gleich ganz anders. #308 early Winter
#307 #302 Golden Oktober #305 #230 #306
Das wäre dann also eine kleine Ladung meiner Lieblingsfotos vom Wandern am Sonntag.
Wobei ich gestehe, dass das vorletzte Bild schon vom letzten Jahr stammt. Die Stelle hab ich heuer nicht mehr gefunden und ich brauchte einfach noch Foto, dass in den Post passt!
Rosen liebe ich ja total, deshalb schmücken sie jetzt auch in Tapetenform mein Zimmer ❤
#300 
#301
Wenn die Renovierungsarbeiten dann endgültig abgeschlossen sind mach ich mal einen Roompost, falls ihr daran interessiert seid?
"And so I'm giving up slowly, giving up slowly,
Learning how to love someone.
So, look what you did to me, look what you did to me, 
Look what you did to me, autumn.
I'm a leaf that's gone falling free beneath all the maple trees
In front of your house to the bottom."
Ben Rector - Autumn
#299

Dieses kleine Bäumchen hab ich vor etlichen Jahren in der Grundschule gebastelt und ich mag es immer noch.

Es ist Herbst. Blätter sterben ab, es regnet viel, es ist kalt und zu dunkel. Ich mag das gerade wirklich gar nicht.
Ich schau mir stundenlang die dicken, grauen Wolken an und die machen mich traurig. Weil sie so schnell vorüber ziehen und gar keine richtige Form haben. Weil sie die Sonnenstrahlen abfangen. Weil sie alles so trist aussehen lassen. Bäh.
Und manchmal ist dann wieder ein Tag dabei, an dem die Sonne scheint, der Himmel blau und die Bäume bunt sind und mir wieder bewusst wird, wieso ich manchmal behaupte, dass das hier meine Lieblingsjahreszeit ist.

Und falls ihr auch nicht wisst, was ich bei so blödem Wetter machen könnt, dann stellt mir ruhig mal wieder ein paar blöde Fragen bei Formspring!
Nach dem ganzen Gejammer der letzten Posts, gibt's heute endlich mal wieder etwas zu den schönen Sachen des Lebens:
#298 My new perfume
Mein neues Lieblingsparfum. Einmal gerochen und sofort verliebt. Zwar erst mal wegen des Preises gezögert und den Kauf auf ein anderes mal verschoben - könnte ja immerhin sein, dass ich es beim nächsten Probeschnuppern nicht mehr so toll finde - dann aber am nächsten Tag von meiner Tante geschenkt bekommen. Ich liebe diesen Duft: so schön frisch, blumig und warm. "Passt" zwar nicht gerade zum aufkommenden Herbst und Winter aber warum nicht ein bisschen Frühling und Sommer mit sich tragen?
"Glamorous Magnolia" aus der Serie ist übrigens auch toll, also bei Gelegenheit einfach mal dran riechen ;)

Was ist euer Lieblinsparfum? Macht ihr da je nach Jahres- oder Tageszeit Unterschiede? 
Ich sitze gerade schon seit Stunden hier an meinem MacBook und schreibe alles auf. Unsere ganze Geschichte, vom Kennenlernen über den ersten Kuss in der Silvesternacht kurz nach 00:00 Uhr, als wir ganz alleine draußen waren, bis hin zum Ende.
 Jeden schönen Moment. Jedes Detail, an das ich mich erinnern kann. Jedes Gefühl. Alles. 
Tausende von Worten auf vielen, vielen Seiten, die ich zwischendrin nicht mal mehr lesen kann, weil meine Augen undicht sind.
Ich schreibe das auf, um die ausgedruckten Seiten am Ende in den Karton zu all den anderen Sachen und Erinnerungen von und an ihn legen zu können. Damit ich einfach keine Angst mehr haben muss, irgendetwas jemals zu vergessen. 
Es wird immer so bleiben: unverändert, unverfälscht. Unsere ganze Geschichte. Ein wichtiges Kapitel in meinem Leben. 
Ein Teil meiner künftigen Vergangenheit.
Ich kann die Endlosschleife, in der all die Erinnerungen und Gedanken momentan in meinem Kopf abgespult werden, endlich pausieren. Ein kleines bisschen loslassen. Ich fühl mich 100 Kilo leichter. Freier, auch wenn ich noch gar nicht frei sein will.
Bestimmt kram ich alles in ein paar Jahren hervor, lese es mir durch und lache darüber, dass ich jetzt im Moment der festen Überzeugung bin, niemals wieder in meinem Leben von ganzen Herzen lachen zu können. 
Danke für eure lieben Kommentare und Meinungen, ganz besonders auch an den ersten anonymen Schreiber.

Aber ich möchte das und meine Entscheidung was mein Studium betrifft doch noch etwas genauer erklären und dazu muss ich etwas weiter ausholen, es wird also wahrscheinlich ein recht bzw. sogar sehr, sehr, sehr langer Post mit viel Gejammere und es wäre schön, wenn's sich ein paar von euch 752 trotzdem durchlesen würden, auch wenn's keine schönen Fotos dazu gibt.

Anfangen werde ich wohl am besten mit den Fakten. Schon seit Jahren beschäftige ich mich damit, was ich nach der Schule machen möchte. Studieren, das stand irgendwie schon immer fest, die große Frage, die auch nach dem Abi und etlichen immer und immer wieder umgekrempelten Entscheidungen blieb, war: Was?
Ich hab mich quer durch Studienführer gewälzt, Selbsterkenntnisfragebögen ausgefüllt, stundenlang im Intrnet recherchiert, mir Gedanken über meine Talente gemacht und mich gefragt, was mir später in meinem Beruf wichtig sein wird. Gutes Gehalt natürlich, man möchte sich ja schließlich auch mal was gönnen können, ein sicherer Arbeitsplatz mit geregelten Arbeitszeiten der am besten auch noch lokal fix ist. Aufstiegsmöglichkeiten wären auch nicht schlecht. Da ich später ja vielleicht auch mal den Wunsche nach einer Familie entwickeln könnte, sollte das auch in Einklang gebracht werden können. Und Spaß soll's machen, ist ja klar. 
Aber wer wünscht sich all das nicht? Und welcher Beruft erfüllt schon all diese Anforderungen?

Ich persönlich bewundere ja Leute, die einfach schon Jahre bevor die Entscheidung endgültig gefällt werden muss, wissen, was sie machen wollen und auch keine Zweifel daran aufkommen lassen. Das kann ich einfach nicht. Ich denke zu viel nach, fixier mich zu sehr auf mögliche Probleme, zweifle an mir selbst und kriege Angst. Bin wohl doch nicht so stark, wie ich's gerne wäre.
Das einzige Studium, mit dem ich schon seit Jahren liebäugle ist Psychologie, aber die Plätze sind eben sehr begehrt, der NC ist hoch und meinen Abi-Schnitt habe ich im letzten Schuljahr in den Sand gesetzt, weil ich zu oft krank war und gefehlt habe. Teilweise aber auch einfach durch extrem unfaire Benotungen - Tut mir ja leid, dass ich beispielsweise meine Kunstarbeit nicht abgegeben konnte, während ich (mit Attest!) im Krankenhaus liege, danke also für die 0 Punkte!

Irgendwann ist es dann so weit, die Zeit bleibt ja doch nie stehen und die Antwort "Ich weiß es noch nicht" auf die Frage, was man denn jetzt machen wird, wird nicht länger akzeptiert. Man denkt und denkt und denkt, spürt den Zeitdruck auf einem lasten, und je mehr man sich damit beschäftigt, desto unklarer wird man sich. Vielleicht wird "man" das auch nicht, aber bei mir ist das so.

Dann war ich mal mit einer meiner besten Freundinnen (und die ist so eine von den besagten, die sich, was ihren Studienwunsch betrifft, ansolut sicher ist) in Erlangen, weil die Technische Fakultät da Tag der offenen Tür hatte und auch wenn das nicht der Bereich sein wird, dem sie dann ab Oktober zugehören wird, wollten wir uns das mal anschauen, zumal man das ja mit einer kleinen Stadtbesichtigung gut verbinden kann. Und dann haben wir uns da einen Vorstelungsvortrag über Bio- und Chemieingenieurswissenschaften angehört, zu denen auch das Life Science Engineering gehört. Das hat echt interessant geklungen. Ingenieursberufe wurden in der Schule sowieso in den Himmel gelobt, die Zukunftsaussichten sind super, vor allem wenn es zusätzlich auch noch um das Wohlergehen des Menschen geht, darauf legt man ja großen Wert. Insgesamt schien das eine Menge meiner Anforderungen zu erfüllen. Also her damit, gleich mal online anmelden, bevor ich's mir wieder schlecht reden kann! 

In den darauffolgenden Wochen hab ich den Gedanken an das eigentliche Studieren dann erst mal ziemlich verdrängt. Gab ja noch genug Gründe zu feiern, außerdem den Mini-Berlin-Urlaub mit meinem Freund und Sommertage zu genießen. Ich hab mit meiner Freundin ausgemacht, dass wir eine WG gründen wollen, wir haben die Grundregeln unseres Zusammenlebens geplant und über Einrichtung gesprochen. Ich hab mich echt auf die neue Herausforderung und die Zeit gefreut.

Doch dann war die ganze Aufregung erst mal vorbei. Der August kam, mein Freund musste wieder viel arbeiten und war wenig zuhause. Meine besten Freundinnen hab mich auch immer mehr außen vor gelassen, wenn sie Sachen unternommen haben, nachdem ich vorher oft absagen musste, weil ich schon mit meinem Freund verabredet war. Insgesamt blieben nach der Schule nur noch zwei richtige, langjährige Freundinnen übrig, mit denen man dann auch tatsächlich oft was macht oder machen könnte bzw. wollen würde, alles andere hat sich fast vollkommen verloren. Und die hatten dann plötzlich auch noch Insider, die ich nicht verstehen konnte. Die sie mir auch nicht erklären wollten.

Und wie das so ist, wenn man viel alleine ist, wenig mit sich anzufangen weiß und einen Hang zum Grübeln hat, zerbricht man sich über alles den Kopf. Und wenn ich einmal damit anfange, dann denke ich nicht nach, bis ich zu einem Ergebnis komme. Nein, ich denke nach, bis ich unglücklich werde.
Und dann hat alles nach und nach angefangen, schief zu laufen. So schief, dass ich mein Gleichgewicht verloren habe.

Zunächst hat die Freundin, mit der ich eine WG gründen wollte, plötzlich ohne vorher etwas zu sagen, ein eigenes kleines 1-Zimmer-Apartment gehabt. Sie ist mit ihren Eltern nach Erlangen gefahren, hat sich eine Wohnung angeschaut und die hat sie bekommen. 
Ich war so enttäuscht, traurig und hab mich im Stich gelassen gefühlt und konnte es mir nicht mal erlauben, sauer auf sie zu sein und ihr meine Meinung zu geigen, man will ja seine letzten Freunde nicht auch noch verlieren. 

Aber weil das allein noch nicht reicht, nicht schlimm genug ist, kommt dann noch dazu, dass ich mir deshalb vermehrt Sorgen um die Finanzierung machen musste. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit geteilter Miete wäre schon irgendwie bezahlbar gewesen. Deutlich bezahlbarer als etwas eigenes zumindest. Ohne BAföG hätte ich mein Studium sowieso nicht schaffen können, dazu können mich meine Eltern beim besten Willen nicht genug unterstützen. Eine Wohnung für 400-500 Euro im Monat (billiger kriegt man ja ohne ne wagenladung an Glück nichts), Studiengebühren und Studentenwerksbeitrag von 550 Euro pro Semester, Mensa, Nahverkehrsticket, Zugtickets zum Heimfahren (und ohne Waschmaschiene muss man das nunmal recht häufig), Lebensmittel, evtl. Wohnungseinrichtung und ein bisschen leben möchte man ja nebenher auch und ab und an was unternehmen. Woher nimmt man das ganze Geld? Findet man in so einer Studentenstadt, in der es sicher genug "Bedürftige" gibt, einen kleinen Nebenjob? Und was, wenn es ein paar Monate dauert, bis der BAföG-Antrag durch ist? Stehe ich dann auf der Straße, weil ich meine Miete nicht überweisen kann?

Mit all den Sorgen wuchs dann auch der Druck, schnell etwas zu finden. Etwas annehmbares und nicht zu überteuertes. Ich hab keine extrem großen Ansprüche und bin durchaus bereit, Kompromisse einzugehen, wenn der Preis stimmt, aber das tat es fast nie. Für die letzten Kellerwohnungen oder Ekelbuden verlangen die ein Heidengeld und sie können sich's erlauben, weil ihnen sogar die schlimmsten Löcher dankbar aus der Hand gerissen werden.  Aber so könnte ich niemanls hausen. Ich bin jemand, der sich's gerne auch mal zuhause gemütlich macht und seine Ruhe genießt, aber dazu muss ich mich auch in meiner Umgebung wohlfühlen können. Klar, dass man sich während der Studentenzeit keine Traumwohnung leisten kann, es sei denn man hat die richtigen Eltern, aber ich kann mich nicht mit einem Apartment arrangieren, in dem ich die Kühlschranktür nicht mal aufbringe, weil das Bett schon davor steht. Und ja, alles wirklich schon gesehen. Ich kann mich nicht jahrelang durch's Studium quälen, wenn ich Abends in meinem Bett sitze und mir nichts anderes wünsche, als wieder bei mir daheim zu sein.

Manchmal hab ich dann auch sehr schöne Angebote für Wohnungen gefunden, meine riesen Telefonphobie überwunden und sofort angerufen, oft auch nach 100 Anrufen niemanden erreicht, Absagen kassiert oder - welch Wunder! - einen Besichtigungstermin bekommen. Letzteres allerdings nur, damit meine aufkommenden Hoffnungen ein paar Stunden später wieder zerschlagen werden. Die Wohnung sei schon wieder vermietet, der Besichtigungstermin hätte sie also erledigt. 

Enttäuschung und Frust machten sich breit, mit jedem Scheitern ein bisschen mehr. Ich konnte nachts kaum noch schlafen, hatte keine Energie und Motivation mehr. Nicht mehr für die Wohnungssuche, aber auch für alle anderen Unternehmungen konnte ich mich kaum noch aufraffen. Tage habe ich damit verbracht, in meinem Bett zu liegen und der Uhr dabei zuzusehen, wie die Stunden vergehen. Ich war nur noch traurig und deprimiert, hatte durchgehend schlechte Laune und hab mein Zimmer im Prinzip nur verlasse, um ins Bad oder zum Kühlschrank zu gehen. 
Ich hab wieder sehr viel nachgedacht. hauptsächlich darüber, ob es richtig war, mich für diesen Studiengang einzuschreiben. Daran, dass ich das Thema interessant finde, hat sich nichts geändert. Aber hab ich mir das alles nur schön geredet? Wie sieht's schließlich mit dem Spaß aus? Ist doch ein sehr wichtiger Punkt und der scheint mir auf meiner Prioritätenliste etwas zu weit nach unten gerutscht zu sein. Ich bin nicht gerade naturwissenschaftlich veranlagt. Sicher, ich bin nicht schlecht darin und ich könnte mich mit meinem Ehrgeiz schon durchbeißen, aber hab ich Freunde daran?! Eher nicht. Vor allem nicht, wenn ich denke, dass ich dann 40, vllt. 50 Jahre Arbeitszeit damit überbrücken soll. Man lebt ja auch nur einmal und falsche Entscheidungen und verlorene Zeit kann man nie wieder gut machen. Das hat in mir sehr große Angst vor dem Studium geweckt.

Ich habe insgesamt unheimlich große Zukunftsängste. Ich denke sehr weit voraus und frage mich häufig, ob ich, wenn ich dann mal alt bin (werde ich in meinem Leben überhaupt die Chance haben, alt zu werden?), auf mein Leben zurück schauen kann und damit zufrieden bin. Denn das ist es, was für mich der Sinn des ganzen ist: Zufrieden mit dem zu sein, was man erreicht hat. Und zufrieden bin ich mit dem, was ich erreiche, nie. Dazu bin ich viel zu perfektionistisch und zu streng mit mir selbst. 

 Ich denke, jetzt ist klar, dass ich mein Studium nicht absage, weil mein Freund jetzt wahrscheinlich auch noch mit mir Schluss macht, auch wenn das das Fass "Ich" jetzt endgültig zum bersten bringt, weil er mir in den 8 Monaten, in denen wir zusammen waren, meine größte Stütze und mein bester Freund war. Ich gebe das auf, weil das einzige, was ich noch empfinden kann, wenn ich daran denke, im Oktober damit anzufangen, pure Angst ist. Weil sich das mit jedem Tag, an dem alles näher rückt, immer weiter ins unerträgliche potenziert.

Ich denke, ich habe gerade größere Sorgen, als ein Studium, an dem ich im Moment nur kaputt gehen würde. Deshalb nehm ich mir die Zeit, um in Ruhe über all das zu entscheiden - ein oder zwei verlorene Semester werden meine Zukunft nicht vollkommen versauen -  denn da stimmt etwas mit mir überhaupt nicht mehr. Ich meine, ich war zwar nie Miss-Sunshine höchstpersönlich, aber es ist absolut nicht normal und tragbar, nur noch traurig und antriebslos zu sein und Angst zu haben und ich muss mich jetzt erst mal selbst wieder in Ordnung bringen. 

Deshalb bin ich gerade hier, bei meiner Tante in München, habe alles bis auf ein paar Klamotten bei mir Zuhause stehen und liegen gelassen. Und ich versuche, einen Weg raus aus mir selbst zu finden.
#296
Überraschung! Ja, mich gibt's auch noch. Ich komme nur nicht zum Posten oder weiß nicht worüber ich schreiben soll.
Ich bin zur Zeit recht viel unterwegs, war letzte Woche in Berlin und im Tropical Islands, vorgestern in Erlangen auf Wohnungssuche (Wohnungssuche hab ich mir eigentlich immer ganz spannend und interessant vorgestellt. Jetzt vermute ich, dass das nur dann Spaß macht, wenn mans nicht mit einem vollkommen ausgelasteten Wohnungsmarkt und mickrigem Studentenbudget zu tun hat) und gestern in Erding in der Therme. Die Kamera war im letzten Monat kaum in Benutzung, dementsprechend gibt's auch nichts was ich euch zeigen könnte :/ Außerdem war ich noch oft feiern, hab viel gelesen und so manchem Kino einen Besuch abgestattet, aber auch hier gibt's nichts, wovon ich dringend berichten wollte. So viel zu meinem momentanen Leben. Sorry.
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#293
#286#291
#292
#294
Total unkreatives Wetter da draußen, nimmt mir irgendwie die Lust am fotografieren. Deshalb gibt's jetzt auch nur einen kleinen Haufen an random Fotos, die in den letzten Wochen entstanden sind. Naja... 
Dafür hat mich das Lesefieber mal wieder so richtig gepackt, was mich sehr freut, weil ich endlich all die Bücher, die ich mir zwar voller Vorfreude gekauft, dann aber zwangsläufig im Regal auf mich warten lassen musste, "abarbeiten" kann. 
 Entschuldigt auch, dass ich mich jetzt länger nicht mehr gemeldet habe, ich weiß zur Zeit nicht  recht über was ich schreiben soll und zerbrech mir meinen Kopf vielmehr über meine Zukunft, versuche mir auszumalen, wie es sein wird, bald auszuziehen und zu studieren. Mache mir Sorgen, dass ich mich doch nicht für das richtige entschieden habe, es nicht schaffe oder gar keinen Spaß daran haben werde. Aber ich freue mich auch schon unheimlich drauf :)
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#289
#290#288

Ich wollte mich eigentlich schon früher wieder melden, aber ich war einfach zu beschäftigt. Mit Feiern und so :) Abitur hab ich in der Tasche und auch wenn es nicht ganz so optimal lief, wie ich's mir teilweise erhofft habe, ist das Ergebnis schon in Ordnung und hey, vorbei ist vorbei.
Gestern war ich dann mit einer Freundin unterwegs um endlich noch ein Paar hübscher Schuhe für den Abiball morgen zu finden was glücklicherweise geklappt hat, wenn auch erst im letzten Laden, in den wir rein sind. Ich oute mich jetzt einfach mal und gebe zu, dass ich es hasse, Schuhe kaufen zu müssen. Ich finde selten welche, die mir gefallen und wenn das dann doch mal geschieht, passen sie mir meistens nicht. Übertroffen wird das nur vom Hosen einkaufen, das ist noch schlimmer. Egal jetzt.
Ich wünsche euch schon mal ein schönes Wochenende, denn vorher werd ich nicht mehr dazu kommen, mich zu melden. Dafür gibt's dann aber höchstwahrscheinlich mal ein Foto von meinem Ball-Outfit :)
Fragen?

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Ich liebe unseren Garten ein bisschen. Und die beste Freundin noch ein bisschen mehr :)

Ich habe jetzt eine Unterseite für das Fotoprojekt erstellt: Klick! 
Bitte nennt mir doch noch ein paar Begriffe!

Sabrina macht gerade übrigens eine >> Blogvorstellung