1. "Asylum" (dt. "Stella", wird allerdings aktuell nicht verlegt) von Patrick McGrath. Angefangen hat mein Lesemonat direkt mit einem Highlight. "Asylum" spielt in den 50er Jahren und erzählt die Geschichte von Stella, die mit ihrem Mann, einem Psychiater, auf dem Gelände einer Einrichtung für psychisch kranke, gefährliche Straftäter wohnt und sich in einen der dortigen Patienten verliebt. Es entwickelt sich eine obsessive Affäre zwischen den beiden und das ganze nimmt einen tragischen Verlauf. Mich konnte dieses Buch wirklich beeindrucken, es war sehr geschickt erzählt (Protagonist ist ein Kollege des Ehemannes) und atmosphärisch beschrieben. Ich hätte Stella an so mancher Stelle gerne an den Schultern gepackt und einmal kräftig geschüttelt, damit sie vielleicht doch endlich aufwacht und sieht, wie ungesund sich das Ganze entwickelt. Aber als Leser ist man ja leider machtlos und kann nur dabei zusehen, wie Charaktere in ihr Verderben laufen. Dafür sagt es aber einiges über die Qualität des Schreibstils aus, wenn ich so mitfiebern kann. Ich möchte mir unbedingt noch andere Bücher von Patrick McGrath ansehen, er könnte nämlich definitiv zu einer meiner Top-Neuentdeckungen werden. 
  2. "The Girl who circumnavigated Fairyland in a ship of her own making" (dt. "Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte") von Catherynne M. Valente. Was für ein Titel! Aber den Inhalt beschreibt er tatsächlich ganz gut, denn genau darum geht es in diesem Buch. Insgesamt erinnert die Art der Geschichte sehr an Alice im Wunderland, was aber nicht heißen soll, dass sie in irgendeiner Weise abgekupfert wirkt. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar, teilweise fast schon poetisch und es hat mir unheimlichen Spaß gemacht, ihren Worten zu folgen und über Septembers Abenteuer zu lesen. Für alle Alice Fans definitiv einen Blick wert!
  3. "Fangirl" (dt. "Fangirl") von Rainbow Rowell. Gibt es irgendjemanden da draußen, der auf Goodreads aktiv ist, Bücherblogs verfolgt oder Booktuber guckt und von diesem Buch noch nichts gehört hat? Ich denke nicht. Es ist sicher eines der am meisten gehypten Jugendbücher der letzten zwei Jahre und das hat mich bisher erfolgreich abgeschreckt, obwohl ich von Rainbow Rowell vorher ja bereits "Eleanor & Park" gelesen habe und davon wirklich positiv überrascht war. Ich habe keine einzige negative Stimme zu diesem Buch gehört, dafür umso mehr begeisterte und natürlich steigern sich dadurch auch die eigenen Erwartungen an ein Buch. Und weil ich mit Hypes schon oft einen Griff ins Klo gelandet habe, bin ich da vorsichtig geworden. Nachdem das Buch also schon seit geraumer Zeit auf meinem Kindle geschlummert hat, habe ich mich im Februar endlich dazu überwunden, es zu lesen und ich kann schon mal vorneweg sagen, dass es mich nicht enttäuscht hat. Rainbow Rowell hat einen wunderschönen, flüssigen Schreibstil und eine Art und Weise, Geschichten zu erzählen, die mich wirklich mitreißen kann und sogar ein bisschen süchtig macht. Ich konnte "Fangirl" kaum aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte, was als nächstes passiert. Die Charaktere und die Dynamik zwischen ihnen war klasse und die Liebesgeschichte nicht zu kitschig. Für mich ein absolutes Wohlfühlbuch und den Hype verstehe ich jetzt auch. 
  4. "Die Seiten der Welt" von Kai Meyer. Ich hab es mir als Audiobook angehört und ich fand, dass der Sprecher einen sehr guten Job gemacht hat. Die Geschichte war sehr fantasievoll, die Charaktere recht liebenswürdig und die Welt hat es mir schon ein bisschen angetan mit all ihren Büchern und der Bibliomantik (eine Art Magie, die eng mit Büchern zusammenhängt und über die nur wenige Menschen verfügen). Gerade der Anfang hat mich wirklich begeistert, danach hatte es meiner Meinung nach immer mal wieder kleinere Schwächen und Wendungen, mit denen ich nicht zu hundert Prozent glücklich war. Alles in allem hat es mir aber doch recht gut gefallen und ich werde die Trilogie weiterverfolgen, wahrscheinlich weiterhin in Hörbuchform. 
  5. "The Woman in Black" (dt. "Die Frau in Schwarz") von Susan Hill. Obwohl dieses Buch erst Anfang der 80er erschienen ist und Susan Hill noch lebt und schreibt, zählt "The Woman in Black" bereits zu den Klassikern und solche Fälle faszinieren mich immer ziemlich. Und da Schauerliteratur sowie so zu meinen absoluten Lieblingsgenres gehört, steht dieses Buch auch schon eine ganze Weile auf meiner Möchte-ich-unbedingt-lesen-Liste. Ein verlassendes, einsames Haus im Moor verspricht eine wunderbar schaurige Atmosphäre und meine Erwartungen hat dieses Buch vollends erfüllt. Es hat überhaupt nicht viel Action gebraucht, um mir ein Schaudern über den Rücken zu jagen und als ich das Buch nach der letzten Seite zugeschlagen  habe, hatte ich tatsächlich Gänsehaut. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall allen empfehlen, die ebenfalls Fans von Schauerliteratur/ Gothic Fiction sind. Ich habe die gleichnamige Verfilmung übrigens bisher nicht gesehen, habe mir aber sagen lassen, dass es schon einige Abweichungen gibt. 
  6. "The Savages" (bisher nicht übersetzt) von Matt Whyman. Ein super lustiges, kurzweiliges Buch, dass mich wirklich gut unterhalten hat. Es geht hier um die Familie Savage, die etwas ungewöhnlich ist. Nicht nur weil Vater Titus krumme Geschäfte abzieht, Mutter Angelica ihren Berg Kreditkartenschulden nicht unter Kontrolle bringt oder Sohn Ivan offensichtlich Probleme hat, wenn es darum geht sich so zu verhalten, dass es sozial akzeptabel ist. Nein, die Savages hüten ein deutlich größerer Geheimnis: sie sind Kannibalen aus Überzeugung. Und als sich die älteste Tochter ausgerechnet in einen Vegetarier verliebt, sorgt das für ganz schön Zündstoff. Das Buch war sehr locker und mit viel Witz geschrieben und sehr unterhaltsam. Für Zwischendurch fand ich es ideal und würde es auch weiterempfehlen, man darf sich nur nicht erwarten, dass man hier etwas tiefgründiges geliefert bekommt. 
  7. "Macbeth" (dt. "Macbeth") von William Shakespeare. Ich habe damals in der Oberstufe ein Seminar über Shakespeare belegt und nachdem ich mich anderthalb Jahre mit Shakespeares Leben und seinen Werken auseinandersetzen musste - begleitet von einem Lehrer, der mir jeglichen Spaß an der Sache genommen hat - hatte ich das Gefühl, dass ich wahrscheinlich nie wieder zu etwas von Shakespeare greifen werde. War wohl etwas übereilt geurteilt, denn tatsächlich hatte ich jetzt schon seit längerer Zeit Lust, mal wieder ein Stück von ihm zu lesen. Mein Wahl fiel dabei auf Macbeth, weil es schon seit diesem Seminar ungelesen in meinem Regal verstaubt ist. An den groben Handlungsverlauf konnte ich mich noch erinnern, besonders spannend war es also nicht, aber es mir trotzdem mal wieder Spaß gemacht. Shakespears Englisch ist eben doch mal wieder eine nette Abwechslung zu den etwas zeitgenössischeren Büchern. 
  8. "Der Fürst des Parnass" von Carlos Ruìz Zafón. Dass ich Zafóns Schreibstil liebe habe ich auf meinem Blog ja bereits an anderer Stelle erwähnt und auch für dieses dünne Büchlein mit gerade mal 84 Seiten hat sich das wieder bestätigt. Über die Handlung möchte ich gar nicht viel verraten, denn ich glaube, dass jedes Wort, dass ich vorwegnehme bei einer Geschichte mit so geringem Umfang zu viel wäre. Ich sage nur, dass sie im Barcelona des 16. Jahrhunderts spielt und quasi die Vorgeschichte zum Friedhof der verlassenen Bücher darstellt. Mir hat sie wirklich gut gefallen, auch wenn sie meinetwegen gerne noch etwas länger hätte sein dürfen. Nichtsdestotrotz eine Leseempfehlung von mir für alle, die auch den Schatten des Windes und die restliche Reihe toll fanden. 
  9. "A Slip under the Microscope" von H.G. Wells. Wells mag ich allgemein sehr gerne, ich hab vorher allerdings noch keine seiner Kurzgeschichten gelesen und war ganz gespannt, ob mir die beiden, die in diesem Büchlein enthalten sind, auch so gut gefallen würden wie seine Romane. Ich fand sowohl die titelgebende Geschichte, als auch "A Door in the Wall" sehr gut, letztere mochte ich sogar noch ein kleines bisschen lieber, weil hier auch fantastische Elemente vorkommen. Ich kann H.G. Well im allgemeinen weiterempfehlen und diese beiden Kurzgeschichten insbesondere, wenn man sich nicht direkt an einen ganzen Roman wagen möchte. Überhaupt ist diese Penguin Little Black Classics Reihe ideal, um sich vorsichtig an neue Autoren heranzutasten 
  10. "The Queen of the Tearling" (dt. "Königin der Schatten") von Erika Johansen. Mein Lesemonat hat zwar mit einem Highlight begonnen, aber leider auch mit einem Flop geendet, dabei hatte ich vorher so viel gutes über dieses Buch aufgeschnappt und dass es von außen so wunderschön ist, hat vielleicht auch dazu beigetragen, dass ich hohe Erwartungen an den Inhalt hatte. Es handelt sich bei diesem Buch um den Auftakt einer Fantasy-Trilogie und erzählt wird die Geschichte von Kelsea, die mit ihren 19 Jahren den Thron besteigen und somit die Verantwortung über ein ganzes Königreich übernehmen muss. Aufgewachsen ist sie jedoch fernab von alledem und der eher katastrophale Zustand des Landes wird ihr erst nach und nach bewusst. So weit so gut, klang für mich erst mal nach einer interessanten Prämisse. Besonders neugierig war ich auch, weil dieses Buch trotz der jungen Protagonistin nicht ins Jugendbuchgenre eingeordnet wird. Umso enttäuschter war ich allerdings, als ich in Kelsea genau die gleiche klischeehafte Darstellung einer starken jungen weiblichen Protagonistin wiederentdeckt habe, die momentan in Jugendbücher so oft wiedergekaut werden, dass sie zu einem total farblosen Brei geworden sind. Für mich sind sie alle untereinander komplett austauschbar, weil sie außer ein paar obligatorischen Eigenschaften (wie zum Beispiel einer gewissen Portion Aufsässigkeit und Trotz und der Bereitschaft, ihr Leben ohne auch nur einen Moment zu Zögern für andere auf's Spiel zu setzen) so viel Persönlichkeit haben, wie eine Scheibe Brot. Oh, fast hätte ich es vergessen: Es gibt doch etwas, was Kelsea von all den anderen unterscheidet - sie ist dick und insgesamt wohl nicht auffallend attraktiv. Wow, wenn sie das nicht zu etwas Besonderem macht... Auch alle anderen Figuren in diesem Buch wirken sehr Stereotyp auf mich, der ganzen Welt fehlt eine plausible Hintergrundgeschichte und einige Elemente in diesem Geschichte ergeben eher wenig Sinn. Es gibt zum Beispiel Menschen mit seherischen Fähigkeiten, allerdings haben die natürlich nur dann Visionen, wenn es für den Plot gerade nützlich ist. Alles in allem hat mich einfach so vieles an diesem Buch gestört, dass mich auch der doch recht angenehme Schreibstil nicht vor Frust bewahren konnte. 
Erzählt mir doch, was eure Tops und Flops der letzten Zeit waren oder was ihr momentan lest. Und ihr dürft euch auch gerne mit mir auf Goodreads anfreunden, ich sehe immer total gerne, was andere gerade so lesen oder neu entdeckt haben :)




#613 #615 #616 #614
War definitiv all die schrägen Seitenblicke wert, die einem die Leute im Bus zuwerfen, wenn man mit 10 bunten Heliumballons durch die Gegend fährt. Besonders, weil sich die meisten ein Lächeln bei diesem Anblick doch nicht verkneifen können. Ballons haben einfach etwas magisches an sich und stecken einen mit ihrer Unbeschwertheit an. 
#610
Ich weiß nicht wie es um euch bestellt ist, aber ich persönlich liebe ja Käsekuchen, Schwarzwälder-Kirsch-Torte und alles, was schokoladig ist. Und weil ich mal wieder Lust auf ein Küchenexperiment hatte, hab ich einen Kuchen kreiert, der all diese Wünsche auf einmal erfüllt. Ich bin tatsächlich ein bisschen Stolz darauf, wie gut das direkt beim ersten Anlauf geklappt hat und möchte das Ergebnis und das Rezept mit euch teilen. 

Die Mengenangaben in der Zutatenliste beziehen sich auf eine normal große Springform. Ich hab den Kuchen in einer etwas kleineres Form (ø16cm) gebacken und jeweils ca. 2/3 davon verwendet. 

Zutaten: 
  • 200g Schokokekse (ich rate zu den Leibniz Kakaokeksen)
  • 100g Butter
  • 3 Packungen Philadelphia Original (ergeben 525g)
  • 120g Crème fraîche
  • 80g Zucker
  • 3 große Eier
  • 2 gestrichene EL Speisestärke
  • 6 EL ungesüßtes Kakaopulver
  • 2 EL Kirschwasser
  • 200g abgetropfte Kirschen aus dem Glas
  • 60g dunkle Schokolade oder Kuvertüre
  • 2-3 EL Sahne
#611
  1. Zubereitung des Bodens: Springform einfetten und mit Backpapier auskleiden. Kekse in einen gut verschließbaren Gefrierbeutel füllen und mit einem Nudelholz zu Krümeln klopfen. Butter in einem Topf schmelzen und mit den Kekskrümeln vermischen. Ab in die Springform damit, festdrücken und in den Kühlschrank stellen.
  2. Zubereitung der Käsecrème: Philadelphia, Crème fraîche, Zucker und Eier mit einem Handrührgerät verrühren, bis eine einheitliche Masse entsteht. Speisestärke, Kakaopulver und Kirschwasser hinzufügen und gut unterrühren. Einen Teil der Crème auf dem Boden verteilen, bis er dünn damit bedeckt ist. Abgetropfte Kirschen darauf verteilen und mit der restlichen Käsecreme bedecken. Bei 150°C Heißluft für ca. 50 min. backen. Danach langsam auskühlen lassen.
  3. Zubereitung der Ganache: Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und mit Sahne verrühren. Etwas abkühlen lassen, damit die Masse nicht zu flüssig ist und über dem abgekühlten Kuchen verteilen. 
#612
#601 #602 #603
#605 #604 #606 #607 #608 #609
Ein Kalender aus dem Jahr 1999, eine Zeitung datiert auf den 3. April 1998, leere Dosen, zerbrochene Flaschen, Spielkarten auf dem Boden verstreut, ein paar Handschuhe, haufenweise leere Ordner, ein einzelner roter Knopf, verrostete Schrauben, hingeschmierte Graffitis, abgeblätterte Farbe und zerbrochenes Glas, überall. Von Staub bedeckt.



  1. "The Murder at the Vicarage" (dt. "Mord im Pfarrhaus") von Agatha Christie. Ich habe letzten Herbst - pünktlich zu ihrem 125. Geburtstag - zum ersten Mal zu einem Buch von ihr gegriffen ("And then there were none"/"Und dann gab's keines mehr") und war sofort total begeistert. Keine Ahnung, wie oder warum ich so lange einen Bogen um ihre Bücher machen konnte, wo ich doch schon immer gerne Krimis/Thriller gelesen habe! Seit dem hab ich auch noch den ersten Hercule Poirot Roman verschlungen und mit "The Murder at the Vicarage" nun auch Miss Marple kennengelernt. Was soll ich sagen? Agatha Christie's Schreibstil und Geschichten sind grandios und sie ist sicher nicht zu unrecht die "Queen of Crime". Ich liebe die kauzigen Charaktere, die sie geschaffen hat und werde sicher noch sehr sehr viel mehr von ihr lesen und sowohl Hercule Poirot als auch Miss Marple weiterverfolgen. 
  2. "Nora (Ein Puppenheim)" von Henrik Ibsen. Als ich letztes Jahr im Sommer in Norwegen war, war ich auch im Ibsen Museum und das, ohne vorher wirklich ein Bild von diesem Autor oder seinen Werken zu haben. Meine Neugierde wurde dort auf jeden Fall geweckt und seit dem hatte ich vor, etwas von ihm zu lesen. Meine Wahl fiel dabei eher willkürlich auf Nora, einem Drama über eine Frau, die von ihrem Mann eher als Puppe behandelt wird und ein Geheimnis vor ihm versteckt. Nachdem ich seit der Schule keine einziges Drama mehr gelesen habe (und es dort immer eher als lästige Pflicht und nicht als Freude empfunden habe), war ich tatsächlich erstaunt, wie viel Spaß es mir gemacht, mich doch mal wieder mit dieser Gattung auseinanderzusetzen. Ich fand, dass die Geschichte von Nora sehr geschickt erzählt war und ich mochte die Thematik und auch das Ende sehr. Ich habe auf jeden Fall vor, noch weitere Stücke von Ibsen zu lesen, denn Lust auf mehr hat "Nora" mir gemacht. 
  3. "Harry Potter and the Prisoner of Azkaban" (dt. "Harry Potter und der Gefangene von Askaban") von J.K. Rowling. Mal wieder. Ich hab's in einem früheren Lesemonat schon einmal erzählt: Der dritte Teil ist und bleibt einfach mein liebster aus der Reihe. Harry, Ron und Hermine, die langsam keine Kinder mehr sind. Lupin als Charakter, der so viel durchmachen musste und trotzdem oder gerade deshalb so nett und herzensgut ist. Die Dementoren und ihre symbolhafte Bedeutung. Die Karte des Rumtreibers und Tatze, Krone, Moony und Wurmschwanz. Hogsmeade mit Honigtopf und heulender Hütte. Das ganze Buch über diese düstere, bedrückende Stimmung, bis plötzlich alles in einem anderen Licht erscheint. Und am Ende die Gewissheit, dass von nun an alles ernster werden wird. Ich liebe alles an diesem Buch!
  4. "Harry Potter and the Philosopher's Stone - Illustrated" ("Harry Potter und der Stein der Weisen") von J.K. Rowling. Was habe ich mich gefreut, als ich mitbekommen habe, dass die Harry Potter Bände mit wunderschönen Illustrationen von Jim Kay veröffentlich werden sollen! So gerne ich es auch direkt am Erscheinungstag in den Händen gehalten hätte, habe ich mich dann doch bis Weihnachten geduldet, denn v.a. den erste Harry Potter Teil lese ich am liebsten an den Feiertagen. Ich hab mir dieses Mal sehr viel Zeit damit gelassen und alle Bilder minutenlang angestarrt und es deshalb erst im Januar beendet. Ich liebe den Zeichenstil, in den Bildern steckt so viel Liebe zum Detail und ich freue mich einfach schon riesig auf die nächsten Bände. 
  5. "The Book of Strange New Things" (bisher nicht übersetzt) von Michel Faber. Ich habe dieses Buch mehr aus einer Laune heraus in einer Buchhandlung aus einem Regal gezogen, weil ich das Cover so schön fand, hab mich dann damit hingesetzt und in die ersten Seiten reingelesen. Mir war relativ schnell klar, dass ich es einfach mitnehmen muss, weil mich der Schreibstil sofort begeistert hat und die Geschichte so interessant klang. Dieses Buch fällt wohl in das Gerne Science Fiction, legt den Fokus aber wirklich deutlich stärker auf die Charaktere und deren Entwicklung als auf wissenschaftlich/technologische Aspekte. Das ganze spielt in einer Zukunft, in der die Raumfahrt sehr viel weiter entwickelt ist und tatsächlich zumindest ein mehr oder weniger bewohnbarer und bevölkerter Planeten entdeckt wurde und kolonialisiert werden soll. Währenddessen entwickelt sich die Erde allerdings in eine sehr besorgniserregende Richtung. Protagonist der Geschichte ist Peter, ein Mann der sehr in seinem Glauben aufgeht und von einem Unternehmen auf diesen Planeten geschickt wird um die dort Einheimischen zu missionieren. Er befindet sich Galaxien von seiner Frau entfernt, wird mit einigen rätselhaften Umständen und Herausforderungen konfrontiert, stößt an die Grenzen seines Glaubens und auf die Frage, wie viel Entfernung eine Beziehung ertragen kann. Insgesamt ist diese Buch sehr ruhig, man erfährt also sehr viel über das Innenleben von Peter und bekommt nur wenig Action geboten. Außerdem ist Religion sicher eines der zentralen Themen dieses Buches und ich ich würde es niemandem empfehlen, der sich damit überhaupt nicht auseinandersetzen möchte. Für alle anderen kann ich aber eine Leseempfehlung aussprechen. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, auch wenn es etwas außerhalb meiner üblichen Komfortzone liegt. 
  6. "The Stand" (dt. "The Stand - Das letzte Gefecht") von Stephen King in der ungekürzten Ausgabe. Vor einigen Jahren hatte ich mal eine Stephen King Phase, an dieses Buch habe ich damals aber nicht herangetraut. Je nach Ausgabe (gekürzt oder ungekürzt) hat das nämlich schon mal 1100-1500 Seiten, in der deutsche Übersetzung sogar über 1700 Seiten. Somit steht es jetzt auf Platz 1 der längsten Bücher, die ich bisher gelesen habe und ich kann leider nicht behaupten, dass all die Seiten es wirklich wert gewesen wären. Ich mochte tatsächlich eigentlich nur den erste Teil der Geschichte, in der eine Epidemie um sich greift und den Großteil der Menschheit innerhalb kürzester Zeit dahinrafft. Während ich diesen Teil des Buches gelesene habe, hatte ich tatsächlich ein bisschen Bammel vor all den Menschen, die verschnupft und hustend durch die Gegend gelaufen sind, denn ein aggressiver, künstlich entwickelter Virus ist ein Katastrophenszenarium, dass ich als verhältnismäßig realistisch einstufen würde. Aber dann kam es recht bald zu einem Punkt in diesem Buch, an dem sich die Geschichte in eine komplett andere Richtung entwickelt hat, als ich es erwartet habe. Es kamen paranormale Elemente dazu und weil ich davon kein großer Fan bin, hat die Geschichte größtenteils mein Interesse und auch den Gruselfaktor für mich verloren. Ich hab das Buch abwechselnd auf dem Kindle gelesen und als Hörbuch gehört und gerade gegen Ende hin habe ich es teils auf 2,5-facher Geschwindigkeit abgespielt, einfach damit ich es schnellstmöglich fertig bekomme. Mein Fazit: Ich hatte falsche Erwartungen an "The Stand" und hätte ich mich vorher besser informiert, hätte ich (zumindest zu diesem Zeitpunkt) nicht zu diesem Buch gegriffen. Ich weiß, dass viele Stephen King Fans dieses Buch sogar als sein bestes empfinden, aber meinen Geschmack hat es leider nicht wirklich getroffen. 
  7. "The Girl on the Train" (dt. "Girl on the Train") von Paula Hawkins. Ich denke, ich muss nicht viel zum Inhalt dieses Buches erzählen - jeder, der gerne Thriller liest, ist an diesem Hype wahrscheinlich nicht vorbeigekommen und hatte es bestimmt auch schon mal in der Hand. Als es erschienen ist, wurde es ja immer wieder als "das nächste Gone Girl" angepriesen und weil ich von "Gone Girl" total begeistert war, war ich natürlich neugierig auf dieses Buch, auch wenn ich dem Vergleich eher skeptisch gegenüberstand. Eigentlich hatte ich mir zwar vorgenommen, noch eine Weile auf die kleinere Taschenbuchausgabe zu warten, aber dann wurde es mir so davon vorgeschwärmt, dass ich doch weich geworden bin und bereut habe ich es nicht. Ich fand, dass die Geschichte vor allen durch Rachel, die Hauptprotagonistin mit Alkoholproblem und lückenhaftem Gedächtnis, sehr spannend wurde und konnte das Buch auch nur schwer aus der Hand legen. Ich habe so ziemlich jeden mal verdächtigt, habe das Ende aber letztlich doch nicht kommen sehen. Meiner Meinung nach ist das Buch dem Hype darum gerecht geworden, man darf sich nur nicht zu sehr an den Vergleich mit "Gone Girl" klammern, denn sehr viel mehr Parallelen als eine weibliche Autorin und eher unzuverlässige Erzähler sehe ich da nicht. Ein spannender, rasanter Thriller ist es aber allemal. 
Was habt ihr im letzten Monat gelesen? Welche Bücher waren eure Tops und Flops der letzten Zeit?
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Ich trau's mich ja langsam gar nicht mehr zu sagen, aber ich bin mal wieder zurück und dieses Mal habe ich ein frisches Design und viele gute Vorsätze im Gepäck. Meinen letzten Blogeintrag habe ich vor einer gefühlten Ewigkeit verfasst und es fühlt sich im Moment noch ungewohnt an, hier wieder ein paar Zeilen zu schreiben, aber nach einem längerem Motivationstief hat mich die Sehnsucht doch wieder gepackt. In der Zwischenzeit habe ich immer mal wieder an meinen Blog gedacht, konnte mich aber nicht dazu aufraffen, einen veröffentlichungswürdigen Eintrag zu erstellen und ich habe mir Gedanken darüber gemacht, warum das so ist. Wohin mein Spaß am Bloggen mit den Jahren eigentlich verschwunden ist. Ein paar Punkte sind mir dabei immer wieder eingefallen und wahrscheinlich schreibe ich in den nächsten Tagen einen separaten Post dazu. Im Augenblick möchte ich nur sagen: Hallo, hier bin ich! Seid ihr noch da?

Außerdem möchte ich kurz erzählen, was ich für die Zukunft auf diesem Blog hier geplant habe. Ich habe definitiv vor, meine allmonatlichen Leserückblicke wieder fortzuführen und möchte allgemein mehr über Bücher schreiben. Ich liebe Bücher, ich verbringe viel zu viel Zeit mit lesen, gucke mir Bücherblogs und Bookstagram-Accounts an und ich möchte endlich richtig mitmischen und meinen Spaß daran mit euch teilen. Ich möchte auch wieder Rezepte veröffentlichen und mich dabei nicht mehr nur auf's Backen beschränken. Ich bin zwar keine Sterne-Köchin, aber ich werkle gerne in der Küche rum, probiere Neues aus und oft kommt sogar etwas leckeres dabei raus. Warum also nicht auch hier von meinen geglückten Experimenten berichten? Gleiches gilt übrigens für Do-it-yourself Vorhaben, auch da hab ich nämlich ein paar Projekte geplant. Ich "schulde" euch außerdem noch viele, viele Stationen vom letztjährigen Roadtrip (und andere Reisen/Ausflüge), um die ich mich wohl möglichst bald kümmern sollte, bevor ich alles vergessen habe. Alles in allem möchte ich gerne, dass mein Blog wieder persönlicher wird - ich möchte mehr über mein Leben und über Dinge schreiben, die mich beschäftigen und Erfahrungen mit euch austauschen. All die lieben, freundlichen und hilfreichen Gespräche, die ich hier schon mit vielen euch führen konnte hab ich nämlich wirklich vermisst!

PS: Wie gesagt ist mein Blogdesign noch ganz neu und es funktionieren bzw. existieren auch noch nicht alle Funktionen so, wie sie es sollen. An ein paar Baustellen werde ich in nächster Zeit noch arbeiten müssen, wundert euch also nicht darüber, dass bestimmte Dinge momentan noch nicht anklickbar sind. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ergebnis aber schon recht zufrieden und so ein bisschen frischer Wind bringt auch immer eine Ladung Motivation mit sich.